Würzburg

Leserforum: Konzertierte Aktion gegen den Wählerwillen

Bei der Wahl der stellvertretenden Landrätin wurde gegen bewährte parlamentarische Gepflogenheit und vor allem gegen den Wählerwillen verstoßen. Für viele Wähler ist es unverständlich, dass die zweitstärkste Fraktion, die im Vergleich zu den vorangehenden Wahlen deutlich dazugewonnen hatte, und deren Spitzenkandidatin, die nach Wählerstimmen weit vor der Mitbewerberin lag, bei der Ämtervergabe nicht berücksichtigt wurde.

Da die Grünen vor allem für viele junge Leute eine attraktive Partei sind, macht es auf die junge Generation einen verheerenden  Eindruck, wie jetzt  die Allianz aus CSU und SPD die Stimmenverluste umdeutet und das Kräfteverhältnis, das aus freien Wahlen hervorging, ignoriert. Einen Motivationsschub für politisches Engagement wird es hierdurch nicht geben.

Dass dieses Vorgehen auch in den großen Umlandgemeinden Gerbrunn, Veitshöchheim und Rimpar so "erfolgreich" kopiert und praktiziert wurde, könnte den Eindruck erwecken, dass die Koalitionen nicht nur das Ergebnis der einzelnen Ortsgruppierungen waren, sondern auch andere mitsprachen. Die Sprüche, dass in der Kommunalpolitik nur der Sache nach und nicht nach Parteibuch entschieden wird, sind eben "Sprüch‘".

Als fast peinlich für die "Koalitionäre" empfinde ich, dass Herrn von Zobel, der für die Freien Wähler ein hervorragendes persönliches Ergebnis erzielt hatte, das Amt des zweiten Stellvertreters des Landrates vorenthalten wurde. Wahrscheinlich befürchten einige, dass mit dem jungen Mann im sogenannten "bürgerlichen" Lager ein Konkurrent für den neuen Landrat heranwachsen könne und man deshalb dem Freiherrn in keinem Fall ein repräsentatives Amt zukommen lassen dürfe.

Dr. Wolfgang Walter
97222 Rimpar

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