Würzburg

Leserforum: Reine Müllsäcke sind nicht die Lösung

Zum Artikel "Praktische Müllreduzierung in den Weinbergen" vom 15. September erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Seit Anfang Mai hatte ich schon die verschiedenen Stellen über E-Mail kontaktiert und um eine Lösung des Problems gerungen. Bei meinem täglichen Spaziergang über den Steinberg überkam mich eine grenzenlose Fassungslosigkeit über die Unverschämtheit einiger Mitbürger, die ihren Müll im Weinberg weit verstreut zurückließen. Ich dachte mir: "Bevor ich mich jeden Tag ärgere, kann ich selber etwas tun." Ich deponierte alle 500 Meter einen Müllsack und sammelte dann auf meinem täglichen Weg das ein, was am Weg lag.

In den ersten Wochen konnte ich einen Mitarbeiter des Juliusspitals dazu bewegen, die vollen Säcke fortzuschaffen. Nach der gemeinschaftlichen Müllsammlung am 25. August gab es dann einen Dringlichkeitsantrag an den Stadtrat mit der Forderung, an disponierten Stellen Abfallbehälter aufzustellen und die Leerung an die Stadtreiniger zu delegieren. Bis heute hat sich nichts geändert.

Zufällig traf ich heute das Team der Stadtreiniger und gab ihnen die Information, dass sie bitte jede Woche die vollen Säcke im Weinberg einsammeln. Meine Ausbeute auf meiner Strecke von drei Kilometern beträgt rund 20 Kilo in der Woche. Wenn ich jetzt in der Zeitung lese, dass nur Müllsäcke aufgehängt werden sollen, ist das wohl nicht wirklich die Lösung. Ich habe es erlebt, dass meine deponierten Müllsäcke von Marder oder Fuchs völlig zerfetzt wurden und der Inhalt (Essenreste) weit verstreut wurde.

Seit neuestem gibt es auch menschliche Exkremente im Weinberg. Die Menschen die dort abends feiern, haben wohl jedes Bewusstsein verloren und machen sich wohl noch einen Spaß daraus, den Müll einige Meter neben den Müllsäcken zu zerstreuen und die Flaschen weit in den Weinberg zu werfen. Wer bitte will dort wie auf Müllvermeidung hinarbeiten?

Felix Welke,
97080 Würzburg

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