Ochsenfurt

Main-Klinik: Alexander Wierlemann wird neuer Chef am OP-Tisch

Der neue Chefchirurg will weitere Behandlungsschwerpunkte etablieren, unter anderem schonende Operationsverfahren im Magen-Darm-Bereich. Was hat er sonst noch vor?
Seit dem ersten Juli ist Alexander Wirlemann (vorne) Chefarzt der Abteilung für Viszeralchirurgie an der Ochsenfurter Main-Klinik. Mit im Bild (von links) die beiden Vorstände des Landkreis-Kommunalunternehmens, Eva von Vietinghoff-Scheel und Alexander Schraml, sowie der Geschäftsführer der Main-Klinik, Christian Schell. 
Seit dem ersten Juli ist Alexander Wirlemann (vorne) Chefarzt der Abteilung für Viszeralchirurgie an der Ochsenfurter Main-Klinik. Mit im Bild (von links) die beiden Vorstände des Landkreis-Kommunalunternehmens, Eva von Vietinghoff-Scheel und Alexander Schraml, sowie der Geschäftsführer der Main-Klinik, Christian Schell.  Foto: Gerhard Meißner

Seit neun Jahren gibt es die Fachabteilung für Viszeralchirurgie an der Ochsenfurter Main-Klinik. Nun steht der erste Führungswechsel an. Alexander Wierlemann wird neuer Chefarzt und löst damit Christoph Zander ab, der sich Ende September in den Ruhestand verabschieden wird.  

Die chirurgische Medizin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so stark differenziert, dass es sinnvoll sei, die Viszeralchirurgie, die sich vor allem mit Erkrankungen der inneren Organe und Weichteile beschäftigt, von der orthopädischen oder Unfallchirurgie zu trennen, sagt Klinik-Geschäftsführer Christian Schell. Die Main-Klinik hat diesen Schritt bereits 2011 vollzogen und blicke auf gute Erfahrungen zurück. Nicht zuletzt aufgrund eines hoch motivierten Ärzteteams, das die neue Fachabteilung unter Leitung von Chefarzt Christoph Zander aufgebaut hat, so Schell.

Die bisherige Arbeit weiterentwickeln

An dessen Arbeit möchte Alexander Wierlemann anknüpfen und darüber hinaus neue Behandlungsschwerpunkte an der Main-Klinik etablieren. Der 44-jährige Westfale hat in Würzburg studiert und promoviert und war anschließend 16 Jahre lang an der Uniklinik tätig, zuletzt sechs Jahre als Oberarzt und Facharzt für spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie. An der Main-Klinik wird er unter anderem von drei Oberärzten und einem Stab von Assistenzärzten unterstützt.

"Ich möchte mich langfristig orientieren, und da ist es ein ganz wichtiges Signal, dass hier in die Zukunft investiert wird."
Alexander Wierlemann, Chefarzt an der Main-Klinik

Den Reiz, an ein kleineres Krankenhaus der Grundversorgungsstufe zu wechseln, mache das große Behandlungsspektrum aus, so Wierlemann. "Dadurch, dass ich sehr breit chirurgisch ausgebildet bin, trifft das ganz gut zusammen", sagt er. Hinzu komme die Möglichkeit, Patienten im medizinischen Versorgungszentrum auch vor und nach Operationen ambulant betreuen zu können. Üblicherweise lerne ein Chirurg den Patienten nur während des stationären Aufenthalts in der Klinik kennen. Die Nachsorge sei aber wichtig, um den längerfristigen Erfolg eines Eingriffs bewerten zu können.

Ein weiteres Argument sei die bevorstehende Generalsanierung der Klinik gewesen. "Ich möchte mich langfristig orientieren, und da ist es ein ganz wichtiges Signal, dass hier in die Zukunft investiert wird", sagt der neue Chefarzt, der inzwischen in Franken heimisch geworden ist und in Randersacker wohnt. 

Minimalinvasive Verfahren

Neue Schwerpunkte will dieser unter anderem in der minimalinvasiven, der sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie des Magen-Darm-Trakts setzen, sowie in der Behandlung von Leisten- und Narbenbrüchen und Erkrankungen des Enddarms. "Hier möchte ich meine breite und langjährige Erfahrung einbringen und neue Impulse setzen für eine moderne und für den Patienten schonende Chirurgie", so Alexander Wierlemann.

Persönlich begrüße er die Verbindung zwischen Main-Klinik und Uniklinik, die künftig noch enger werden wird. Als eine von fünf Kliniken in Unterfranken wird die Main-Klinik ab dem kommenden Herbstsemester zum akademischen Lehrkrankenhaus, in dem angehende Mediziner ihre praktische Ausbildung absolvieren können. "Mir ist die Ausbildung der Studierenden und Assistenzärzte sehr wichtig, deshalb freue ich mich, diese Arbeit hier fortführen zu können", sagt Alexander Wierlemann. Darüber hinaus verspreche er sich davon die Gelegenheit, den medizinischen Nachwuchs von der Main-Klinik überzeugen zu können.

"Das ist ein weiterer Baustein in der Zusammenarbeit mit der Uniklinik, und genauso wichtig ist es, dass wir hier jemanden haben, der die Uniklinik kennt", ergänzt Alexander Schraml, Vorstand des Landkreis-Kommunalunternehmens, dem auch die Main-Klinik als Tochterunternehmen angehört.

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