Margetshöchheim

Margetshöchheimer Mainradweg wird bald umgeleitet

Auf Höhe des Sportgeländes treffen auf dem Mainradweg Fahrradfahrer, Fußgänger und Autos aufeinander.
Auf Höhe des Sportgeländes treffen auf dem Mainradweg Fahrradfahrer, Fußgänger und Autos aufeinander. Foto: Jörg Rieger

An der Margetshöchheimer Mainlände bleibt in nächster Zeit kein Stein und Rasenfleck auf dem anderen. Sie soll komplett umgestaltet werden. Den Anfang macht der Neubau des Mainstegs nach Veitshöchheim, der voraussichtlich am 14. September beginnt. Die neue Brücke gehört zum ersten Bauabschnitt (BA 1) zwischen Sportplatz und Steinernem Weg. In einer Gemeinderatssitzung am 4. August soll die Auftragsvergabe erfolgen.

Die Ratsmitglieder machten sich viele Gedanken über die Wegeführung während der rund 18-monatigen Bauzeit. Fest steht, dass der beliebte Mainradweg über die Hauptstraße umgeleitet werden muss. Die Frage sei noch, an welcher Stelle er wieder zurück an den Main führen soll, so Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU), vermutlich werde das die Ludwig- oder Falkenstraße sein. In Kürze gebe es einen Ortstermin mit Polizei und Verkehrsplaner, zu dem auch jeweils ein Fraktionsmitglied dazukommen solle. Daneben ist auch ein sich näher am Main befindlicher, provisorischer Fußgängerweg angedacht.

Ein sich wohl noch verschärfender Brennpunkt ist der Bereich des Mainradweges auf Höhe des Sportgeländes und der dazugehörigen Gaststätte, der genauso von Spaziergängern genutzt und auch mit Autos befahren werden darf. Zum einen werden dort demnächst viele Baustellenfahrzeuge ein- und ausfahren. Zum anderen wird voraussichtlich ab Herbst wieder Fußball gespielt.

Keine weiteren Parkplätze

Kürzlich hat der Bauausschuss die Stelle unter die Lupe genommen. Nun stellte die Margetshöchheimer Mitte (MM) einen vier Punkte umfassenden Antrag; die meisten fanden eine Mehrheit. Demnach sollen keine weiteren Parkplätze mehr entlang des Radweges geschaffen werden.

Es soll zudem im Mitteilungsblatt darauf hingewiesen werden, möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Sportgelände zu kommen. Zudem soll auf Schildern dafür geworben werden, die Parkplätze am Neuen Friedhof zu nutzen. Manch ein Ratsmitglied hält diese Aufrufe für wenig wirksam, weil viele immer zunächst so nah wie möglich einen Parkplatz suchen würden – oder es wie gehandicapte Menschen müssten.

Zurückgestellt worden ist der Antragspunkt eines verkehrsberuhigten Bereiches vom Brückenpfeiler der Bahn bis zur Einmündung "Würzburger Straße". Es soll zunächst verkehrsrechtlich geprüft werden, ob dies überhaupt möglich wäre.

Der MM schwebt alternativ eine Tempobeschränkung von 10 km/h vor. Werner Stadler (SPD) wies daraufhin, dass in einem verkehrsberuhigten Bereich auch Fahrradfahrer herunterbremsen müssen. "Manch einer kann sich bei 10 km/h oder weniger nicht mehr auf dem Fahrrad halten", sagte Stadler. MM-Fraktionssprecher Gerhard von Hinten entgegnete, dass es ihm um ein Zeichen und eine Beweislast-Umkehr gehe.

Hinter der katholischen Pfarrkirche in Margetshöchheim beginnt das Gelände 

des früheren Klosters Maria Stern.
Hinter der katholischen Pfarrkirche in Margetshöchheim beginnt das Gelände des früheren Klosters Maria Stern. Foto: Jörg Rieger

Mehr Anklang fand hingegen, dass die wenigen Parkplätze nicht von Dauernparkern belegt werden. Hier soll eine Höchstparkdauer von drei Stunden Abhilfe schaffen. Ohne gegenseitige Rücksichtnahme, war der Tenor vieler Räte, werde es aber so oder so weiterhin nicht gehen.

Kirchlich-weltliches Zentrum

Unweit des Margetshöchheimer Mainufers in der Ortsmitte befindet sich das frühere Kloster Maria Stern mit einem großen Garten. Das Gelände soll noch in diesem Jahr von der Gemeinde übernommen werden. Brohm schwebt darauf eine Art kirchlich-weltliches Zentrum vor. "Wir müssen uns gemeinsam mit der hiesigen Kirchengemeinde intensiv Gedanken über die Nutzung machen. Die Entwicklung sollte nachhaltig sein und braucht daher ihre Zeit", bekräftigte Brohm.

Der Gemeinderat vergab zudem einstimmig die Arbeiten für die neue LED-Beleuchtung in der Margarethenhalle. Kostenpunkt: 170 000 Euro. Der Rat beschloss auch einen Zuschuss von 15 000 Euro für die notwendige Sanierung der evangelischen Versöhnungskirche in Zell.

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