Veitshöchheim

Margetshöchheimer Mainsteg mit Meilenstein

In die Jahre gekommen: Der alte Margetshöchheimer Mainsteg soll verschwinden, wenn der neue mainaufwärts im Frühjahr 2022 eröffnet wird.
In die Jahre gekommen: Der alte Margetshöchheimer Mainsteg soll verschwinden, wenn der neue mainaufwärts im Frühjahr 2022 eröffnet wird. Foto: Jörg Rieger

Das Projekt des neuen Mainstegs hat in Margetshöchheim einen weiteren Meilenstein genommen. Der Gemeinderat stimmte kürzlich in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig der Auftragsvergabe an den wirtschaftlichsten Bieter zu. Dies gab Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) auf Nachfrage bekannt. Der Entschluss wurde allerdings unter drei Vorbehalten gefällt. Demnach muss auch der Gemeinderat im gegenüberliegenden Veitshöchheim den Beschluss zur Vergabe fassen und sich damit wie vereinbart zur Hälfte an den Kosten beteiligen. Dies könnte in der Sitzung am 18. August geschehen.

Weiterhin setzen die Margetshöchheimer voraus, dass der Bund seinen Kostenanteil wie zugesagt übernimmt und die auch die Regierung von Unterfranken ihr Einverständnis gibt. Falls dem so ist, ist der Spatenstich für den 14. September geplant. Der Mainradweg wird dann über die Hauptstraße umgeleitet. Die Bauzeit ist mit eineinhalb Jahren angelegt, so dass der neue Steg im Frühjahr 2022 eröffnet werden könnte. Er wird den Main nicht mehr am alten Standort kreuzen, sondern ein Stück mainaufwärts etwa auf Höhe des Yachthafens (Margetshöchheim) und der Mainfrankensäle (Veitshöchheim).

Der alte Steg, der im Sommer 1967 eingeweiht worden ist, soll anschließend vom Wasser aus abgetragen werden.

Die Bauüberwachung übernimmt das Wasserstraßen-Neubauamt in Aschaffenburg. Deren Leiterin Mareike Brodsch war in der vergangenen Sitzung ebenfalls anwesend. Die Behörden waren es auch, die bereits 2007 die Standfestigkeit des Ludwig-Volk-Stegs bei etwaigen Schiffskollisionen in Frage stellten. Seither gab es viele Diskussionen, Treffen und Entschlüsse – etwa um Zuständigkeiten, die Finanzierung, den neuen Brückenkörper und nicht zuletzt den Standort. "Es ist kein Bauwerk von der Stange, sondern etwas Besonderes", machte Brodsch deutlich.

Man habe sich für eine "filigrane, leichte Bauweise" entschieden, bekräftige auch Bürgermeister Brohm. Es handele sich um eine rückverankerte Hängebrücke mit einem Edelstahl-Geländer. Die Gesamtlänge beträgt inklusive der Rampen über 300 Meter. Margetshöchheim ist der offizielle Bauherr des Stegs. Doch auch Veitshöchheim dürfte in starkem Maße davon profitieren. Denn schließlich fahren die allermeisten Radfahrer von Würzburg kommend auf der ungleich schöneren Zeller Seite und nehmen dann den Mainsteg in Margetshöchheim, wenn sie gegenüber wohnen, den Rokokogarten anschauen oder ein Eis essen wollen.

Da trifft es sich gut, dass der neue Steg rund drei Meter breit ist und anders als bisher von Radlern befahren werden darf. Da er wegen der Schifffahrt eine gewisse Höhe – etwa sieben Meter – haben muss und mit Rollstühlen passierbar sein soll, war die Planung der Zufahrtsrampen auf beiden Seiten des Mains nicht unproblematisch.

Wer genau den Zuschlag erhalten hat, konnte Brohm nicht bekanntgeben – genauso wenig wie konkrete Auftragssummen. "Wir können dies erst in der nächsten Sitzung im September tun, wenn die Passagen aus der nichtöffentlichen Sitzung freigegeben werden", erklärte der Margetshöchheimer Rathaus-Chef. Vor zwei Jahren lagen die Schätzungen der Baukosten bei knapp sieben Millionen Euro.

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