Kleinrinderfeld

Mehr Steuereinnahmen und mehr Bürger

Möglichst viele Skulpturen und Bäume sollen beim Bau einer seniorengerechten Wohnanlage auf dem Simonsgarten erhalten bleiben, berichtete Architekt Roland Breunig auf der Bürgerversammlung.
Foto: Mathias Ernst | Möglichst viele Skulpturen und Bäume sollen beim Bau einer seniorengerechten Wohnanlage auf dem Simonsgarten erhalten bleiben, berichtete Architekt Roland Breunig auf der Bürgerversammlung.

Die Bürgerversammlung von Kleinrinderfeld fand diesmal nicht im Gemeindehaus, sondern in der Turnhalle durch, und es galt die 2G-Regel, die am Eingang von Gemeindemitarbeitern kontrolliert wurde. Es war Harald Engbrechts  erste Bürgerversammlung seit seinem Amtsantritt im Mai 2020 als Bürgermeister.

Der statistische Teil seiner Ausführungen belegte, die Entwicklung in Kleinrinderfeld ist äußerst positiv. Aktuell gibt es 32 Geburten in der Gemeinde. "So viele wie seit 20 Jahren nicht mehr", freute sich der Bürgermeister. Nachdem die Sterberate in den vergangenen Jahren beinahe konstant blieb und auch weniger Menschen aus Kleinrinderfeld wegziehen, als zuziehen, wächst die Bevölkerungszahl insgesamt. Stand 23. November 2021 seien es 2258 Bürgerinnen und Bürger in Kleinrinderfeld gemeldet. Zudem gibt es 348 Arbeitsplätze im Gemeindegebiet.

Das schlägt sich auch auf die Finanzstruktur nieder. Die Gewerbesteuer ist im Kleinrinderfelder Haushalt eine feste Größe. Entgegen der Erwartungen wird sie auch 2021 wieder sehr positiv ausfallen, so das Ortsoberhaupt. Man rechnet aktuell mit etwa 1,15 Millionen Euro, also fast so viel wie 2020. Trotz Corona rechnet Engbrecht insgesamt mit wachsenden Steuereinnahmen. Und dank der sparsamen Finanzpolitik seiner Vorgängerin Eva-Maria Linsenbreder, der er dafür ausdrücklich dankte, sei der Schuldenstand der Gemeinde aktuell wieder geringer als vor dem Bau des Ärtztehauses.

Sparkurs fortsetzen

Diesen Sparkurs will der Bürgermeister allerdings fortsetzen, denn die Investitionen, die auf die Gemeinde zukommen, sind gewaltig. Nicht nur der Unterhalt des Kanalnetzes und die Untersuchung der einzelnen Kanäle mittels Kameraroboter werden viel Geld verschlingen, auch die Sicherung der eigenen Trinkwasserversorgung kommt mit etwa drei Millionen Euro zum Tragen. In diesem Zusammenhang ging Engbrecht nochmal auf die Bürgerbefragung über Eigenversorgung oder Fernwasser ein (wir berichteten), die zu dem eindeutigen Ergebnis des Erhalts der Eigenversorgung kam.

Neue Bauplätze und Radweg

Ein weiteres großes Thema der Zukunft wird die Erschließung neuer Bauplätze sein, auch wenn es in der derzeitigen Situation nicht einfach sein wird, entsprechende Grundstücke zu kaufen. "Aber ich bleibe dran." Dran bleibt die Verwaltung auch an der Verwirklichung des Radweges zwischen Kleinrinderfeld und Limbachshof. Hier würden aktuell die Gespräche mit den Grundstücksbesitzern laufen. Engbrecht rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr 2023.

Projekt "Simonsgarten"

In der Bürgerversammlung wurde Architekt Roland Breunig die Gelegenheit gegeben, das Projekt "Simonsgarten" vorzustellen. Hier sollen, wie berichtet, eine Seniorenwohngemeinschaft und mehrere seniorengerechte Wohnungen entstehen. Auch hier plant man einen Baubeginn im Jahr 2023.

Von Bürgerseite ging es bei den Fragen lediglich um Verkehrsangelegenheiten. Die Verschmutzung der Geroldshäuser Straße durch Fahrzeuge der Steinindustrie war das eine Thema, die Anordnung eines absoluten Halteverbotes in Bereichen der Kirchheimer Straße während der Wintermonate das andere. Beider Themen will sich der Bürgermeister annehmen.

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