Thüngersheim

Michael Röhm erwartet ein "notwendiges gutes Miteinander"

Der scheidende Bürgermeister Markus Höfling (BüBew, links) war einer der ersten Gratulanten, die dem künftigen Rathaus-Chef Michael Röhm (rechts) am Wahlabend zu dessen überzeugenden Sieg beglückwünschten.
Foto: Matthias Försch | Der scheidende Bürgermeister Markus Höfling (BüBew, links) war einer der ersten Gratulanten, die dem künftigen Rathaus-Chef Michael Röhm (rechts) am Wahlabend zu dessen überzeugenden Sieg beglückwünschten.

Teils freudig, teils enttäuscht reflektierten am Vormittag nach dem Wahl-Sonntag die in Thüngersheim zum Urnengang angetretenen Parteien und Gruppierungen das Ergebnis der Kommunalwahl.

Katerstimmung herrschte insbesondere bei CSU-Ortsvorsitzenden Monika Bauer. Und trotz des überzeugenden Wahlergebnisses bewertete der künftige Bürgermeister Michael Röhm (BürgerBewegung, BüBew) das eindeutige Votum der Bevölkerung eher zurückhaltend.

BüBew als klarer Wahlsieger

Mit fünf Mandaten plus dem Bürgermeister stellt die BüBew als klarer Wahlsieger in Thüngersheims Gemeinderat künftig die stärkste Gruppierung. Ebenfalls ein Mandat hinzugewinnen konnten die FWT (Freie Wähler Thüngersheim). Hingegen wird die örtliche CSU ab Mai nur noch durch die Ortsvorsitzende Monika Bauer und den unterlegenen Bürgermeister-Kandidaten Franz Erick Kollroß im Ratsgremium vertreten sein.

Nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten waren die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die zuletzt mit drei Mandaten vertreten waren. Exakt diese Anzahl ab Bewerbern konnten die erstmals angetretenen "Grünen" für sich verbuchen.

Weiterhin vier Gruppierungen im Gremium

Der neu gewählte Bürgermeister Michael Röhm äußerte sich nicht überschwänglich, aber dennoch "vollauf zufrieden darüber, dass sinnvollerweise weiterhin vier Gruppierungen im Gremium vertreten sein werden." Gleichzeitig bedauerte Röhm das Ausscheiden der drei UWG-Vertreter. Von der Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates verspricht sich Röhm "ein auch notwendiges gutes Miteinander, bei dem, was das Gremium an Aufgaben und Herausforderungen vor der Brust hat".

Zufrieden äußerte sich auch der amtierende FWT-Fraktionssprecher Jürgen Weid aufgrund der auf vier Vertreter erweiterten FWT-Mandatsträger. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl hat nach Weids Einschätzung die vielfache Präsenz von Michael Röhm im Ort bestätigt. Aufgrund der für die Gemeinde anstehenden Aufgaben sei es gut, dass Röhm die Themen bereits aus seiner Tätigkeit als Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister kenne, sagte Weid.

Mageres Abschneiden der CSU

Enttäuscht schien Ortsvorsitzende Monika Bauer über das Ergebnis der CSU-Kandidaten zu sein. "Es bereitet offensichtlich sowohl Kandidaten wie Wählern ein Problem, den CSU-Mantel zu tragen", resümierte Bauer das magere Abschneiden. Nach einem verlorenen Sitz im Gemeinderat nannte Bauer als wichtigstes Ziel, für sich und Franz Erich Kollroß als verbliebene CSU-Vertreter den Fraktionsstatus zu erhalten.

Grüne erstmals im Rat vertreten

Erstmals werden die "Grünen" im Weinort im Gemeinderat vertreten sein, und das auf Anhieb mit drei teils prominenten Bewerbern. Neben der auch für die Landrat-Stichwahl qualifizierten Karen Heußner errangen auch Klima-Experte und Universitäts-Professor Heiko Paeth und Christian Gündling einen Ratssitz. Mit dem Einzug der drei Grünen-Vertreter in den Gemeinderat geht Spitzenkandidatin Karen Heußner von einem "gelungenen Auftritt während des Wahlkampfs und einer guter Ergänzung des Gemeinderates aus."

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