Güntersleben

Mit Insektengift gegen den Schwammspinner

Der Schwammspinner fühlt sich in den Wäldern der Region wohl. Besonders betroffen sind die an Eichen reichen Laubwälder rund um Güntersleben. Im Eichloh, im Buchloh und auch im Mehlenwald waren im Vorjahr viele Bäume kahl gefressen oder wieder belaubt.

Um dem Treiben der gefrässigen Raupen eine Ende zu bereiten, möchte die Forstverwaltung in den kommenden Wochen vom Hubschrauber aus das Insektengift Mimic versprühen. Das Insektizid wird zwar auch im Obst- und Weinbau eingesetzt. Es ist jedoch umstritten, da es auch andere Tiere schädigen kann.

Die Befliegung soll rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die Wege sind dann gesperrt. Waldränder werden nicht beflogen.

Bei einer Waldbegehung hatte Försterin Annette Fricker im Oktober 2019 auf die Gefahr hingewiesen, dass bei einem mehrjährigen Befall die Gefahr steigt, dass sich der Wald nicht mehr erholt.

Insgesamt sollen nun 50 Hektar Wald besprüht werden. Die warme und trockene Witterung im vergangenen April hat die Entwicklung der Raupen, die sich im Sommer zu einem Schmetterling entwickeln, begünstigt. Die Larven des Schwammspinners könnten sich zudem auch in Gärten und an den Wald angrenzenden Häusern ausbreiten. Für Menschen sind die feinen Haare der Raupen gefährlich. Sie können Allergien auslösen.

Im vergangenen Jahr hatten, wie Bürgermeisterin Klara Schömig berichtete, sich Spaziergänger und Radfahrer kaum noch in den Lohwald getraut. Dort gab es einige Tage, an denen unzählige Schmetterlinge ausgeschwärmt waren.

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