Würzburg

„Moz müsste völlig entkernt werden“

Sieg für die Moz-Retter

Beim Sonntagsstammtisch der CSU im Hofbräukeller haben Fraktionsvorsitzende Christine Bötsch, Kreisvorsitzender Oliver Jörg und OB Christian Schuchardt (CDU) für das Ratsbegehren zur Neuplanung des Mozartareals geworben. Ihrer Meinung nach wird die Stadt nur vorangebracht, wenn dieses am 5. Juli gewinnt.

„Wir haben jetzt die Chance, etwas für Einzelhandel und Parkplätze, für die Sing- und Musikschule, die Musikhochschule und die Gestaltung der Umgebung zu tun“, sagte der OB. Gleichzeitig bekäme die Stadt „ein einfühlsames Antlitz". Für den Projektentwickler Strabag Real Estate erklärte Bereichsleiter Marcus Müller, dass „wir ein passendes Konzept“ für das „nicht so einfache“ Grundstück gefunden haben. Geplant ist ein Mix mit dem Schwerpunkt Wohnen sowie Einzelhandel und Hotelnutzung auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz.

Die rund 4500 Quadratmeter Läden, die dort entstehen sollen, nannte Adolf Wolz, Kreisvorsitzender des Handelsverbandes Bayern, einen sinnvollen Abschluss der neuen Fußgängerzone Eichhorn-/Spiegelstraße. Claudia Amberger-Berkmann, Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, sagte, dass „nicht unbedingt ein Hotel auf das Mozareal muss“. Und wenn schon, dann solle dort ein Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel entstehen. Im mittleren Bereich habe Würzburg genug.

Ein anderes Thema in der von Franz Barthel moderierten Diskussion waren die Kosten der möglichen Alternative. Das Bürgerbegehren „Rettet das Moz“ schlägt vor, dass die denkmalgeschützte Mozartschule saniert und für Kultur und Bildung genutzt wird. „Wenn Sie keine energetische Dreckschleuder wollen, braucht es eine Grundsanierung“, erklärte der OB. „Die Schule muss völlig entkernt werden“, verteidigte er die von der Stadt veranschlagten 26,7 Millionen Euro Sanierungskosten gegen Zweifel. Die katholische Kirche würde das Burkardushaus gerade für 15 Millionen Euro sanieren, die Mozartschule sei doppelt so groß.

„Ich mische nicht ja kaum noch ein“ – mit diesen Worten meldete sich der ehemalige Postminister Wolfgang Bötsch zu Wort. Er hoffe sehr, dass sich „die Würzburger nicht noch einmal so eine Chance entgehen lassen wie bei den Arcaden." Im Jahr 2006 hatte die Stadt den Bürgerentscheid um die Neugestaltung des Bahnhof-Areals und den Bau des Einkaufszentrums „Arcaden“ verloren.

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