Würzburg

Mozartschule wieder mal im Stadtrat

Will die evangelische Kirche mit ihrem Dag-Hammarskjöld-Gymnasium in die Mozartschule wechseln? Seit einigen Monaten ist diese Möglichkeit im Gespräch, doch das Dekanat legt sich noch nicht fest. Will man das momentane Schulhaus am Frauenlandplatz sanieren oder lieber das Denkmal in der Hofstraße? „Die Entscheidung wird in den nächsten Wochen fallen“, sagt Dekanin Edda Weise auf Anfrage dieser Zeitung. An diesem Donnerstag beschäftigt sich der Stadtrat mit der künftigen Nutzung der Mozartschule, die im Sommer durch einen Bürgerentscheid vor dem Abriss bewahrt wurde.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt hat den Umzug des evangelischen Gymnasiums jüngst als „gewinnbringend“ bezeichnet. Diese Meinung vertreten auch die Bürgerinitiative „Rettet das Moz“ und andere Denkmalschützer wie die „Initiative Stadtbild Würzburg - bewahren & entwickeln“. Die Sprecherin Rita Hasan nennt diese Idee eine „denkmalgerechte, finanzierbare und dem Bürgerwillen entsprechende Lösung“.

In einem offenen Brief fordert Hasan Stadträte und Oberbürgermeister dazu auf, sich für den Gebäudetausch einzusetzen. Die Stadt hat der Kirche bereits sechs Millionen Euro für die Sanierung der Schule am Frauenlandplatz bereit gestellt, das dieses 2011 übernommen hat. Weitere sechs Millionen sollen bis 2019 fließen. Hasan fordert, dass diese Steuergelder nicht länger geparkt werden sondern der Sanierung der Mozartschule und damit den Würzburger Schülern zugute kommen. Auf 25 Millionen Euro schätzt die Stadt die Baukosten für ein erneuertes Moz.

„Die Planungen für die Sanierung und den Umbau des Schulgebäudes am Frauenlandplatz sind weit fortgeschritten“, sagt Dekanin Weise. Mit der Alternative Mozartschule setze man sich dennoch intensiv auseinander. Mehr will die Dekanin gegenüber dieser Zeitung momentan nicht sagen.

Wird am Donnerstagabend mehr verraten? Denn da ist der Vorstellungsabend für neue Gymnasiasten im Dag-Hammarskjöld. Viele Eltern werden wissen wollen, ob die Schule langfristig im Frauenland bleibt oder in die Stadtmitte wechselt.

Am Donnerstagnachmittag wird sich der Stadtrat mit alternativen Nutzungen der Mozartschule beschäftigen. Zahlreiche Vorschläge wurden im Dezember bei einer Bürgerdialog-Veranstaltung gesammelt und inzwischen von der Verwaltung auf Kosten, Nutzen oder Bedarf abgeklopft.

In den nächsten Wochen will die Stadtverwaltung auf dieser Basis mehrere Nutzungsvorschläge entwickeln, die dann von den Fraktionen beraten werden. Im März soll sich der Stadtrat auf eines oder mehrere Konzepte festlegen. Danach wird eine weitere Bürgerbeteiligung stattfinden – so der Plan der Verwaltung.

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