Würzburg

Musisches Netzwerk soll Kulturregion stärken

Die Gründungsresolution für das Netzwerk Musik wurde von zehn Teilnehmern unterzeichnet: (hinten, von links) Professor Tobias Usbeck (Hochschule für Musik), Rolf Schlegelmilch (Sängerkreis Würzburg), Julia Erche (Sing- und Musikschule Rottendorf), Jürgen Semmel (Zweckverband Sing- und Musikschule Würzburg), Sabine Steinisch (VHS Würzburg & Umgebung), Markus Schenk (Nordbayerischer Musikbund); (vorne, von links) Peter Näder (Popularmusikförderung des Bezirks), Michael Dröse vom Landratsamt, Landrat Eberhard Nuß, Christina Stibi (Sing- und Musikschule Veitshöchheim).
Foto: Christian Ammon | Die Gründungsresolution für das Netzwerk Musik wurde von zehn Teilnehmern unterzeichnet: (hinten, von links) Professor Tobias Usbeck (Hochschule für Musik), Rolf Schlegelmilch (Sängerkreis Würzburg), Julia Erche ...

Mit der Unterzeichnung der Gründungsresolution für das "Netzwerk Musik im Landkreis Würzburg" haben die wichtigsten Musikverbände und außerschulischen Bildungsstätten für Musik eine enge Zusammenarbeit vereinbart und sich dazu verpflichtet, breiten Schichten der Bevölkerung den Zugang zur musischen Erziehung zu ermöglichen. "Mit dem Netzwerk kann der Landkreis mit Stolz und zu Recht sagen, wir sind eine Kulturregion", betonte Koordinator Michael Dröse vom Landratsamt.

Das Netzwerk reagiert damit auf wachsende Schwierigkeiten von Orchestern und Chören, Nachwuchs zu gewinnen. Es hat zudem das Ziel, flächendeckend ein hochwertiges und vielfältiges Musik- und Ausbildungsangebot zur Verfügung zu stellen. Besonders hervorgehoben wird in der Resolution der Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe. Das Netzwerk habe die Aufgabe "allen Menschen den Zugang zur Musik" und eine "lebenslange Verbundenheit zur Musik" zu ermöglichen, heißt es in dem Text, den die zehn Teilnehmer unterschrieben haben.

Netzwerk baut auf Formen der Zusammenarbeit auf

Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben dem Landkreis die Musikhochschule Würzburg, die drei großen Sing- und Musikschulen in Würzburg, Veitshöchheim und Rottendorf, die Volkshochschule Würzburg und die Popularmusikförderung des Bezirks sowie der Nordbayerische Musikbund, der Sängerkreis Würzburg und der Tonkünstlerverband Würzburg.

Das Netzwerk kann auf vorhandene Formen der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teilnehmern aufbauen. Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung sollen dennoch weiter ausgebaut werden. So ist es etwa vorgesehen, die Angebote besser aufeinander abzustimmen und etwa Leistungsprüfungen gegenseitig anzuerkennen. Auch soll es einen gemeinsamen Austauschpool für teure Instrumente geben.

Gemeinsam wollen die Netzwerker bei den Menschen das Interesse für eine musikalische Ausbildung wieder stärker wecken. Geplant ist, verstärkt Kooperationen mit Schulen und Kindergärten aufzubauen und Angebote zur Fort- und Weiterbildung für die Lehrer anzubieten.

Fördermaßnahmen sollen ausgebaut werden

Ein wichtige Säule sind Fördermaßnahmen, die weiter ausgebaut werden sollen. Sie reichen von der individuellen und Begabtenförderung über die Jugend- und Erwachsenenförderung bis zur Unterstützung von Musikgruppen. Dazu zählen kleine Musikensembles ebenso wie große Orchester oder Chöre, gemeinsame Auftritte oder Veranstaltungen.

Die Netzwerker sind sich einig, dass Musik eine wichtige Säule der Allgemeinbildung ist, dass sie jungen Menschen Schlüsselkompetenzen vermittelt und auch präventive Wirkung entfalten kann. Mit der Resolution verpflichten sich die Akteure dazu, diese Ziele so weit möglich auch umzusetzen. Man darf gespannt sein, ob auch die Geldgeber von den Kommunen bis zum Land ihre Hausaufgaben erledigen und den jeweiligen Bildungsträgern finanziell entsprechend unter die Arme greifen.

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