Theilheim

Naturnaher Weinbau wird am Altenberg groß geschrieben

Freuen sich auf viele Weinwanderer an ihren Ständen: die Theilheimer Winzer mit Weinprinzessin Selina und dem Vorsitzenden der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, Thomas Herpich (hinten Mitte).
Foto: Baumeister | Freuen sich auf viele Weinwanderer an ihren Ständen: die Theilheimer Winzer mit Weinprinzessin Selina und dem Vorsitzenden der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, Thomas Herpich (hinten Mitte).

Eine alte Tradition nehmen die Theilheimer bei der diesjährigen Weinwanderung am Montag, 1. Mai, wieder auf. Wie in früheren Jahren beteiligt sich die Ortsgruppe des Bund Naturschutz in diesem Jahr mit einem eigenen Stand an der Veranstaltung. „Damit kehren wir wieder zu den Wurzeln zurück“, erläutert der Vorsitzende des Weinbauvereins Christian Deppisch. Die Weinwanderung durch den Theilheimer Altenberg ist einst als Naturschutzwanderung gestartet, ergänzt der Vorsitzende der Ortsgruppe Thomas Herpich. Auch für die Beschilderung der Wege und Attraktionen waren und sind Weinbauern und Naturschutzbund gemeinsam zuständig. Die Weinlage Altenberg, am Theilheimer Neuen Berg, so Herpich, wurde Anfang der 1990er Jahre – auf Bestreben der beiden Vereine – aus der Flurbereinigung herausgenommen, um „eine natürliche Bewirtschaftung“ der kleinparzelligen Weinbergsflächen, „eine Förderung des naturnahen Weinbaus“ sowie die „Bewahrung des Landschaftscharakters dieses besonderen Flurteils“ zu erreichen. Ein Schritt, der sich heute als Glücksfall erweist. Mittlerweile werden 30 Prozent der Rebflächen in Theilheim ökologisch oder zumindest naturnah bewirtschaftet.

Auf den Einsatz von Pestiziden wird verzichtet. Angesichts der Tatsache, dass der Durchschnittswert biologisch bewirtschafteter Weinflächen in Franken bei maximal fünf Prozent liegt, ein herausragender Wert. Dazu passt auch eine Aktion des langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründers des Weinbauvereins, Hermann Deppisch. Auf seine Anregung hin haben Herpich und er die Idee entwickelt, eine sogenannte Steinrutsche am Bildstock des Weinbauvereins zu renaturieren. Dafür wurde der Lesesteinriegel von der wuchernden Überbuschung befreit. Anschließend setzten die Initiatoren unter Anleitung der Landschaftsgärtner Ralf Kretzer und Fenna Felske 50 typische Kalkmagerpflanzen.

Offiziell eröffnet wird die Wanderung um 10 Uhr an der Kirche. Die über die Strecke verteilten Stände bleiben bis zum späten Nachmittag geöffnet. Weinprinzessin Selina Walzgott erwartet zahlreiche Kolleginnen aus der Region.

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