Veitshöchheim

Neubau will fränkische Baukultur aufgreifen

Mit dem 1985 eingeweihten Hotel am Main gelang Architekt Weckesser im Rahmen der Veitshöchheimer Altortsanierung mit dem im Jugendstil nachempfundenem Giebel der Südfassade ein geglückter Wurf. Nun plant der Architekt das Gebäude links abzureißen und dafür als Ergänzung zum Hotel ein Bettenhaus zu errichten
Foto: Dieter Gürz | Mit dem 1985 eingeweihten Hotel am Main gelang Architekt Weckesser im Rahmen der Veitshöchheimer Altortsanierung mit dem im Jugendstil nachempfundenem Giebel der Südfassade ein geglückter Wurf.

Um ihr 55 Betten-Hotel Garni angesichts der steigenden Ansprüche der Gäste sinnvoll weiterzuentwickeln und auch die Arbeitsplätze der derzeit 18 Mitarbeiter zu sichern, hat Betriebsinhaberin des Hotels am Main, Dorothea von Droste, eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Gartenpavillons auf Stelzen und eines zweigeschossigen Bettenhauses bei der Gemeinde eingereicht. Hierzu erteilt der  Ferienausschuss das gemeindliche Einvernehmen.

Das Bettenhaus mit vier Doppelzimmern tritt an die Stelle des abzubrechenden alten Gebäudes, das erst 2014 von einem Wohnhaus in ein Tagungshaus  mit einem 20 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum, einem elf Quadratmeter großer Gruppenraum und im Erdgeschoss mit einem Aufenthaltsbereich umgewandelt worden war.

Der Neubau nimmt in etwa die Größe des jetzigen Baukörpers und laut Architekt Max Weckesser auch die traditionelle fränkische Baukultur des Altortes auf. Weckesser: "Es könnte ein ästhetisches Ensemble gelingen."

Keine Beeinträchtigung bei Hochwasser

Wegen der Lage im Hochwasserschutzgebiet soll der schmale Körper des Gartenpavillons (16 Meter x 3,75 Meter) im rückwärtigen Gartenbereich auf Stützen ausgeführt werden, so dass durch die Einhaltung der vorgegebenen Höhe von 269,50 Meter über Normalnull eine Beeinträchtigung bei Hochwasser nicht gegeben und ein freier Durchlauf gewährleistet ist.

Der Pavillon, der als Aufenthaltsraum für die Gäste oder auch als Seminarraum genutzt werden soll, wird laut Weckesser durch einen Verbindungsgang komplett an das vorhandene Hotel am Main angeschlossen. Die Ver- und Entsorgung, der Zugang und die Bewirtschaftung erfolgen vom Haupthaus.

Dem Jugendstil nachempfundener Giebel

Mit dem 1985 eingeweihten Hotel am Main war Architekt Weckesser, dem Vater von Dorothea von Droste, bei der Veitshöchheimer Altortsanierung mit dem im Jugendstil nachempfundenem Giebel der Südfassade ein geglückter Wurf gelungen.

Innenarchitektin Viktoria Uhlmann kreierte damals einen eigenen Stil, der eine heitere Atmosphäre durch helle, dezente Farben und sehr viel Liebe im Detail vermittelt. Auch heute stimmen noch die Details, blieben der Empfangs- und Frühstücksbereich unverändert, als Weckesser das Hotel in den folgenden Jahren den jeweiligen Erfordernissen anpasste. So wurde 2006 das Hotel Garni mit 21 Doppel- und 13 Einzelzimmern modernisiert und durch den Gartensaal räumlich und gestalterisch verbessert, um dann 2014 um ein Tagungshaus erweitert zu werden.

Im Garten des Hotels am Main ist ein Gartenpavillon wegen der Hochwasserlage auf Stützen geplant, der als Aufenthaltsraum für die Gäste oder auch als Seminarraum genutzt werden soll.
Foto: Dieter Gürz | Im Garten des Hotels am Main ist ein Gartenpavillon wegen der Hochwasserlage auf Stützen geplant, der als Aufenthaltsraum für die Gäste oder auch als Seminarraum genutzt werden soll.
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