WÜRZBURG

Neue Geschäftsideen im Zwei-Minuten-Takt

Neue Geschäftsidee: Klaus Walther, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) Würzburg (rechts), begutachtet ein extrem leichtes Carbon-Laufrad für Mountainbikes.
Foto: Andreas Bestle | Neue Geschäftsidee: Klaus Walther, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) Würzburg (rechts), begutachtet ein extrem leichtes Carbon-Laufrad für Mountainbikes.

Über 90 Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft haben die Gelegenheit genutzt, sich über die lokalen Gründungsaktivitäten in Würzburg zu informieren. „Gründerzentren und ein funktionierendes Netzwerk sind für den Erfolg von Gründungen aus dem Hochtechnologie-Bereich essenziell“, sagte Klaus Walther, Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ) Würzburg.

Deshalb sei es nur folgerichtig, dass die Veranstaltung „Gründen in Würzburg. Ausgewählte Projekte aus der Wissenschaft“ vom IGZ organisiert wurde und in dessen Räumen stattfand. Vor über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bilanzierte der „Hausherr“, dass sich in den letzten zehn Jahren 45 junge Unternehmen am IGZ eingemietet hätten, von denen nur drei nicht mehr existierten. Derzeit beherbergt das Zentrum am Friedrich-Bergius-Ring im Gewerbegebiet Ost 22 Firmen, die den Gebäudekomplex zusammen etwa 70 Prozent auslasten.

Das IGZ arbeitet laut Walther eng mit den Würzburger Hochschulen und dem Netzwerk Nordbayern zusammen. „Diese drei Partner fördern die Gründungsaktivitäten in unserer Stadt durch eine aktive Suche nach innovativen Geschäftsideen, die Qualifizierung von Gründern sowie die intensive Betreuung von Gründungsprojekten“, unterstrich der IGZ-Geschäftsführer.

In seinem Grußwort freute sich OB Georg Rosenthal zwar über die schon recht rege Gründungsaktivität in Stadt und Region, merkte aber an, dass es „noch Luft nach oben“ gebe und das Gründungspotenzial noch stärker ausgeschöpft werden sollte. Dabei verglich das Stadtoberhaupt auch die Gründungskulturen der angelsächsischen Länder und Deutschlands. „In den USA bekommen Gründer, die mit einem Projekt gescheitert sind, eine zweite Chance, weil dort das Scheitern als wichtige Erfahrung zur zukünftigen Fehlervermeidung gesehen wird. Hierzulande hingegen wird das Scheitern eines Gründers oft als Makel gesehen“, bedauerte Rosenthal.

Unipräsident Alfred Forchel lobte die gute Kooperation zwischen dem Servicezentrum Forschung und Technologietransfer der Uni und dem IGZ. „Nicht nur Gründungen aus dem Hochtechnologie-Bereich sorgen für Arbeitsplätze“, betonte Forchel. Mit der neuen Ringvorlesung „Unternehmerisches Kompetenz“ wolle die Hochschule Studierende aller Fachrichtungen bereits frühzeitig für das Thema Gründung und Selbstständigkeit sensibilisieren.

FH-Präsident Robert Grebner unterstrich, dass von den im IGZ präsentierten Gründungen auch einige Projekte aus seiner Einrichtung stammten. „Wir planen, die Forschungsaktivitäten an der Hochschule für angewandte Wissenschaften weiter zu verstärken“, saghte Grebner.

Das Netzwerk Nordbayern ist seit Anfang dieses Jahres offizieller Kooperationspartner des IGZ. „Als Ausrichter des Businessplanwettbewerbs Nordbayern bieten wir Gründerteams wertvolle Rückmeldung zu Geschäftsideen und Zugang zu einem großen Investorennetzwerk“, berichtete Netzwerk-Geschäftsführerin Benedikte Hatz. Nach den Grußworten stellten zwölf Gründerteams ihre Geschäftsideen in etwa zweiminütigen Kurzpräsentation vor. Ein Teil der Projekte kam aus den Lebenswissenschaften, wie eine Antikörpertherapie gegen multiresistente Krankenhauskeime, ein neuer Wirkstoff zur Behandlung von Herzmuskelschwäche sowie ein biologisches Implantat zum Kreuzbandersatz.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Alfred Forchel
Georg Rosenthal
Geschäftsideen
Gründerteams
Hightech-Bereich
Hochschule für angewandte Wissenschaften
Robert Grebner
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)