Würzburg

Notunterkünfte in den Sporthallen: Kürnachtalhalle schließt, Dürrbachtalhalle folgt, Pleichachtalhalle bleibt

Die Stadt Würzburg schließt voraussichtlich ab Ende Mai die Kürnachtalhalle in Lengfeld in ihrer Funktion als Notunterkunft und gibt sie für ihre ursprüngliche Nutzung frei. Damit werden dort wieder sämtliche Sportveranstaltungen möglich sein. Auch für die Notunterkünfte in der Pleichach- und in der Dürrbachtalhalle sind in den nächsten Wochen Aus- und Umzüge geplant. Folgender Text ist einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg entnommen.

Wer bis 20. April in einer Notunterkunft aufgenommen wurde, wird in eine dezentrale Unterkunft ziehen können. Zunächst sollen die Menschen aus den Notunterkünften aus- und in dezentrale Unterkünfte oder privaten Wohnraum umziehen können, die schon länger dort leben.

Aus der Pleichachtalhalle in Versbach werden in den nächsten Wochen alle Menschen ausziehen können. Die Halle bleibt zunächst bezugsfertig im Standby-Betrieb und wird ab Juni bis auf Weiteres vorgehaltene Notunterkunft, auch für Menschen aus den beiden anderen Hallen bei Schließung. Nach und nach sollen aber auch hier die Menschen in dezentrale Unterkünfte oder in privaten Wohnraum vermittelt werden, so die Mitteilung aus dem Rathaus.

Verlegung in dezentrale Unterkunft

Alle bis zum 20. April in der Dürrbachtalhalle aufgenommenen Menschen werden voraussichtlich ab Anfang Juni in eine dezentrale Unterkunft verlegt. Die übrigen Personen ziehen in die Pleichachtalhalle, die in dieser sehr unvorhersehbaren Lage als Notunterkunft vorgehalten werden werden soll. Nach der Räumung entscheidet sich, ob die aktuelle Situation eine Schließung der Dürrbachtalhalle als Notunterkunft zulässt oder die Halle im Standby-Betrieb weiterhin aufrechterhalten wird.

Im Reuterhaus wird nach Schließung der Kürnachtalhalle eine Corona-Isolierstation eingerichtet.

Wohnangebote der Stadt melden

Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Die Stadt Würzburg hat innerhalb weniger Wochen über 300 Plätze in dezentralen Unterkünften und 285 in Notunterkünften geschaffen und 210 Menschen in privaten Wohnraum vermittelt. Dank ehrenamtlichen Engagements und Angeboten aus der Bevölkerung war es möglich, mehr Unterkünfte zu organisieren als 2015/2016 notwendig. Das ist eine großartige Leistung der Stadtgesellschaft. Damit ist der Markt leergefegt. Langfristiges Ziel bleibt es aber, alle Geflüchteten in dezentrale Unterkünfte oder privaten Wohnraum zu vermitteln.“ Wer längerfristige Wohnangebote machen kann, wird gebeten, diese über die städtische E-Mail-Adresse sozialreferat@stadt.wuerzburg.de zu melden.

Alle in Würzburg seit 20. April Ankommenden, die keine private Unterkunft in der Stadt haben, werden weiterhin nach Geldersheim an die für die Erstaufnahme zuständige Anker-Einrichtung verwiesen. Von dort erfolgt die Verteilung auf Landkreise und unterfränkische Städte.

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