WÜRZBURG/MWANZA

Partnerstadt Mwanza: Große Freude über einfachen Stuhl

Eine echte Erleichterung: Steffie Beck bei der Übergabe der Stühle im Lepra-Camp.
Foto: PRIVAT | Eine echte Erleichterung: Steffie Beck bei der Übergabe der Stühle im Lepra-Camp.

(gini) Unter dem Motto „Wir schaffen Lebensqualität für alte Menschen“ stand die 17. Reise der Würzburgerin Steffie Beck in die tansanische Partnerstadt Mwanza. Sehr angetan von dem Ziel der „Life-Quality“ (Lebensqualität) war die neue Kooperationspartnerin des Vereins „People of Africa“, Mary Florent, die voller Tatendrang und Engagement die Arbeit mit alten Menschen unterstützte.

Aufgrund der Spenden aus dem Benefizkonzert des Gospel-Chores „Troubadour“ unter der Leitung von Gustav Treutlein konnten Hilfen im alltäglichen Leben der alten und kranken Menschen gegeben werden. Darunter fielen zum Beispiel die Anschaffung von Matratzen, Kleidern und Lebensmitteln sowie die Kreation einer angemessenen Sitzgelegenheit.

Inspiriert waren Steffie Beck und die Tansanierin Mary Florent von der Situation im Lepra-Camp in Bukumbi/Mwanza, in dem die alten Menschen beim Kochen, Essen etc. permanent auf dem staubigen Boden sitzen. Aufgrund von Beinamputationen bleibt ihnen oftmals keine andere Möglichkeit, als sich auf Knien auf dem sandigen Untergrund fortzubewegen und zu sitzen, Rückenschmerzen natürlich inklusive!

So schufen die Sozialarbeiterin und die pensionierte Tansanierin einen Stuhl, genagelt auf einem Holzbrett mit Arm- und Rückenlehne. Nachdem der Prototyp begeistert angenommen wurde, gingen innerhalb kürzester Zeit Anfragen nach mehr Stühlen ein: „Ich hätte niemals gedacht, dass es Menschen gibt, die sich tatsächlich über einen einfach Stuhl freuen“, so Steffie Beck. „Die Menschen probierten ihre Stühle aus, es wurde gesungen, geklatscht und gelacht!“

Außerdem verbrachte die 32-Jährige einige Wochen in dem seit 2002 unterstützen Aidswaisen-Projekt „Shaloom-Care-House“. Derzeit erhalten 57 Aidswaisenr eine Schulpatenschaft; für alle Buben und Mädchen gab es zu Schuljahresbeginn eine neue Schuluniform, Schuhe, Socken, Hefte und Bücher. Zudem besuchte die Würzburgerin alle Kinder in der Schule und zu Hause, um ihre Lebenssituation einschätzen zu können. Oft waren Fußwege bis zu 45 Minuten auf die Hügel der „Rock City“ zurückzulegen, um die Hütten zu erreichen.

Auch hier ist die Sozialarbeiterin trotz elfjähriger Tansania-Erfahrung immer wieder erstaunt über die Wohnsituation der Kinder und das Überleben der Menschen unter derartigen Bedingungen. Sie erinnert sich: „Einmal hat sich ein alter Mann sehr geschämt, weil er mir bei meiner Ankunft keine Sitzgelegenheit anbieten konnte. So durfte ich auf einem offenen Wasserkanister Platz nehmen, der neben der Hütte stand und ich konnte mit meinem Anliegen beginnen.“

Als Geschenk bekam dann auch dieser Mann auch zwei Stühle.

Unterstützung für den Verein „People of Africa“ ist gegen Spendenquittung möglich: Kto: 30 13 120, BLZ 750 903 00, Liga Bank Würzburg. Info im Internet: www.people-of-africa.de

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