GRAMSCHATZ/EINSIEDEL

Pilzausstellung mit 250 Arten im Walderlebniszentrum

Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Pilze sind Pilze. Sie bilden ein ganz eigenes Reich im Reich der Lebewesen. Einblicke in dieses konnten am Wochenende die Besucher des Walderlebniszentrums im Gramschatzer Wald nehmen.
Einer der ausgestellten Exemplare auf der Pilzausstellung im Walderlebniszentrum im Gramschatzer Wald: der giftige, aber nicht tödliche Fliegenpilz.
Foto: FOTO Nadja Hoffmann | Einer der ausgestellten Exemplare auf der Pilzausstellung im Walderlebniszentrum im Gramschatzer Wald: der giftige, aber nicht tödliche Fliegenpilz.

Über 250 Arten stellten Rudi Markones und seine Pilzfreunde im Walderlebniszentrum aus – gesammelt in den Tagen davor hauptsächlich im Spessart und im Steigerwald.

Und es gab viel zu lernen für die Besucher der Pilzausstellung. „Im Gramschatzer Wald gibt es im Moment nicht so viele Pilze“, erzählt Markones, „es ist dort zu trocken“.

Gleichwohl gibt es Pilze, die die Trockenheit lieben, wie der Satanspilz, der einzige giftige Röhrling. Der Pilzsammler war überrascht, wie viele er davon gefunden hat.

Markones absolute Lieblingspilze sind aber die Saftlinge. Nicht etwa, weil sie so gut schmecken würden, Saftlinge sind keine Speisepilze.

Aber sie wachsen nur auf Wiesen, die seit mindestens 30 Jahren nicht gedüngt wurden. Das macht sie so wertvoll für den Naturschutz. Zeigen sie doch, dass in ihrem Wachstumsbereich alles noch ursprünglich und nicht verseucht ist.

Ganz selten ist auch der Elfenbeinröhrling und den Kuh-Röhrling findet man nur gemeinsam mit dem rosenroten Gelbfuß. Der eine kann nicht ohne den anderen leben.

Weltweit gibt es mehr als 1,5 Millionen bekannte Pilzarten, in Mitteleuropa sind es etwa 5000, darunter rund 150 Giftpilze. Etwa ein Dutzend davon, auch der Grüne Knollenblätterpilz, sind tödlich. Früher als Speisepilz geltende werden heute als tödlich giftig entlarvt, wie die Frühjahrslorchel und erst vor kurzem der Grünling.

Und sie sind immer für eine Überraschung gut. Vor sechs Jahren etwa entdeckte Pilzsammler Markones eine neue Art des „Kremplings“ und vor etwa fünf Jahren tauchte der seltene, aber essbare Igel-Stachelbart wieder in der Umgebung von Würzburg auf, nachdem er hier über 100 Jahre nicht gesehen ward.

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