Würzburg

Pionierarbeit für den Klimaschutz

Die Corona-Pandemie macht es notwendig: In gehörigem Abstand begrüßte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel seinen neuen Mitarbeiter, Klimaschutzmanager Viktor Antlitz (vorne).
Die Corona-Pandemie macht es notwendig: In gehörigem Abstand begrüßte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel seinen neuen Mitarbeiter, Klimaschutzmanager Viktor Antlitz (vorne). Foto: Mauritz

Als erster Bezirk in Nordbayern beschäftigt jetzt der Bezirk Unterfranken einen Klimaschutzmanager. Viktor Antlitz soll in den kommenden zwei Jahren ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Bezirk erarbeiten, "damit wir noch schonender mit den natürlichen Ressourcen umgehen", erklärte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, der den 27-jährigen Ingenieur an seinem neuen Arbeitsplatz begrüßte. Das teilte der Bezirk in einer Pressemitteilung mit.

Als Schwerpunkte seiner Arbeit will sich Antlitz, der in Erlangen Energietechnik studiert hat, zunächst die Bereiche Beschaffungswesen, Mobilität, IT-Strukturen, Liegenschaften sowie Wärme- und Kältegewinnung vornehmen. Antlitz ist sich darüber im Klaren, dass er echte Pionierarbeit leisten muss, da es in anderen Bezirken noch nichts Vergleichbares gibt.

Regionale und saisonale Produkte

Ganz oben auf seiner To-Do-Liste stehen etwa bei den Küchen der Bezirkskrankenhäuser der Einkauf und die Verwendung regionaler und saisonaler Produkte oder der Einsatz von Mehrwegflaschen statt Einwegbehältern. Ein weiteres Anliegen des neuen Klimaschutzmanagers ist unter anderem, dass die Bezirksmitarbeiter für ihren Weg zur Arbeit öfter das Auto stehen lassen und lieber öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen.

Der gebürtige Schweinfurter "fährt" dabei mit gutem Beispiel voran. Er kommt jeden Tag von seiner Wohnung in der Würzburger Innenstadt mit seinem Rennrad ins Büro. Sonst hat er Spaß am Klettern oder an der neuen Trendsportart Stand-Up-Paddeling – also alles Betätigungen, die ohne CO2-Ausstoß auskommen.

Stelle wird vom Bundesumweltministerium gefördert

Mit seinen 27 Jahren zählt Viktor Antlitz zu jener Generation, die die Folgen des Klimawandels eines Tages voll zu spüren bekommen wird. Das war möglicherweise auch sein Motiv, Energietechnik zu studieren. "Ich wollte mich schon immer im Bereich Energiemanagement engagieren", so der neue Bezirksmitarbeiter. Die vergangenen zweieinhalb Jahre konnte der junge Ingenieur erste wichtige Erfahrungen bei einem Würzburger Ingenieurbüro für Haustechnik sammeln, die er nun bei seiner neuen Aufgabe beim Bezirk einbringen will.

Die neue Stelle wird aus Mitteln des Bundesumweltministeriums zwei Jahre lang von der PTJ-Jülich mit 65 Prozent gefördert und steht im Zusammenhang mit der Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung. "Vor einem halben Jahr hatten wir die Idee, einen Klimaschutzmanager einzustellen, jetzt sitzt er vor uns", freute sich Dotzel. Das zeige, wie schnell manche Dinge sich verwirklichen ließen.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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