Würzburg

Podcast "Freilich Würzburg": Wo kann ich fair einkaufen und was bringt es wirklich?

Konsumenten können Einfluss nehmen, wenn sie fair gehandelte Produkte kaufen. Im Podcast erzählt die Gründerin des Würzburger Fairtrade-Festivals, warum das so wichtig ist.
Seit 2011 ist Würzburg offiziell eine von 60 Fairtrade-Städten in Deutschland. Warum das so ist und in welchen Läden es Fairtrade-Produkte gibt, erfahren die Hörer in der neuen Podcast-Folge von 'Freilich Würzburg'.
Seit 2011 ist Würzburg offiziell eine von 60 Fairtrade-Städten in Deutschland. Warum das so ist und in welchen Läden es Fairtrade-Produkte gibt, erfahren die Hörer in der neuen Podcast-Folge von "Freilich Würzburg". Foto: Petmal / iStock

Die Globalisierung hat nicht auf allen Teilen der Welt den erhofften Wohlstand gebracht. In vielen Produktionsländern können die Arbeiter kaum von ihrem Lohn leben. Doch jeder Konsument kann Einfluss auf die Produktionsbedingungen nehmen, indem er fair gehandelte Waren kauft. In der neuen Podcast-Folge von "Freilich Würzburg" spricht Moderatorin Johanna Juni mit Nandi Jain, die das Würzburger Fairtrade-Festival gegründet hat.

Bei dem Festival, das bereits fünf Mal stattgefunden hat, gibt es nur fair gehandelte Produkte zu kaufen. Bei diesen ist sichergestellt, dass die Arbeiter mit ihrem Lohn menschenwürdig leben können. "Es sollte eigentlich jeder Handel fairtrade sein", sagt Jain. Dem ist aber in vielen Teilen der Welt nicht so - zugunsten günstig importierter Waren in Industrieländern. Branchen, in denen das besonders häufig zutrifft, sind etwa Kaffee, Schokolade oder Kleidung. "Bei Kaffee ist die weltweite Produktion nur fünf Prozent Fair Trade. Das bedeutet, dass es Kinderarbeit gibt, die Arbeiter mit Pesiziden konfrontiert werden und einen Lohn bekommen, von dem sie nicht leben können", so Jain.

Das müsse aber nicht gleich bedeuten, dass diese Waren deutlich teurer werden müssten, um fair gehandelt werden zu können. Jain nennt ein Beispiel anhand einer einfachen Rechnung: "Der Lohn für ein T-Shirt beträgt in der konventionellen Produktion 27 Cent. Die Gesamtproduktion des T-Shirts kostet etwa 17 Euro. Wenn man die Person davon leben lassen möchte, muss man ihr 67 Cent pro T-Shirt bezahlen." Die Spanne für den Preisaufschlag müsse also nur 50 Cent betragen - bei einem Produkt das beim Endverbraucher ohnehin das Vielfache kostet.

Würzburg ist Fairtrade-Stadt

Johanna Juni und Nandi Jain sprechen im Podcast 'Freilich Würzburg' über Fair Trade in Würzburg.
Johanna Juni und Nandi Jain sprechen im Podcast "Freilich Würzburg" über Fair Trade in Würzburg. Foto: Johanna Juni

"Ich glaube durch Konsum hat der Bürger eine riesige Macht", sagt Jain. Doch es liege nicht nur am Bürger, auf bessere Produktionsbedingungen hinzuwirken. Auch in Politik und Wirtschaft müsse noch viel geschehen, ist sie überzeugt. Die Stadt Würzburg hat dies erkannt und trägt seit 2011 den Titel Fair-Trade-Stadt. Dazu muss ein bestimmtes Angebot an entsprechenden Waren in der Stadt zur Verfügung stehen. Wo es fair gehandelte Produkte gibt, erfahren die Hörer neben vielen weiteren Informationen im Podcast.

Für eine der nächsten Folgen sucht Johanna noch Interviewpartner: Du bist Single und wartest auf die große Liebe? Johanna findet sie für dich! Komm zu uns in den Podcast und triff dein Blind Date. Für weitere Infos melde dich auf Instagram, Facebook oder schreib eine E-Mail an freilich-wuerzburg@mainpost.de.

Die neue Folge direkt hier anhören:

Links zur im Podcast genannten Auswahl an Fair-Trade-Produkten und -Läden in Würzburg:

"Freilich Würzburg" gibt es auch hier:

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