VEITSHÖCHHEIM

Premiere für Bürgermeister Götz in den neuen Mainfrankensälen

Ehrungen beim Veitshöchheimer Neujahrsempfang: (von links) 2. Bürgermeister Winfried Knötgen, Ernst Liebler, Bürgermeister Jürgen Götz, Günther Stadtmüller und 3. Bürgermeister Elmar Knorz.
Foto: Herbert Ehehalt | Ehrungen beim Veitshöchheimer Neujahrsempfang: (von links) 2. Bürgermeister Winfried Knötgen, Ernst Liebler, Bürgermeister Jürgen Götz, Günther Stadtmüller und 3. Bürgermeister Elmar Knorz.

„A bissle Bedienung, zu Trinken und dazu noch a weng was zu knabbern, und schon ist die Hütte voll! Daran sollte sich unser Pfarrer mal ein Beispiel nehmen, wie unser neuer Bürgermeister des macht!“ Mit der ihm eigenen losen Zunge brachte Günther Stadtmüller seine Meinung über die überwältigende Resonanz beim Neujahrsempfang der Gemeinde Veitshöchheim zum Ausdruck. An die 550 Bürger hatten sich am Sonntagmorgen in den neuen Mainfrankensälen versammelt, um der ersten Neujahrsansprache von Bürgermeister Jürgen Götz zu lauschen.

Vielleicht lag die große Beteiligung an den neuen Mainfrankensälen als Ort der Veranstaltung. Oder war es die Neugier, wie Bürgermeister Jürgen Götz im Vergleich zu seinem Vorgänger Rainer Kinzkofer die Premiere seiner Neujahrsansprache meistert? Jedenfalls nutzte Götz den großen Rahmen zur Begrüßung aller mehr oder weniger wichtigen Persönlichkeiten – und um Ernst Liebler und Günther Stadtmüller Anerkennung zu zollen für ihre außergewöhnlichen Verdienste.

Die Liste von Günther Stadtmüllers jahrzehntelangen Engagements ist lang. Sie reicht vom Büttenredner beim VCC über die Gründung des Kabaretts „Frei & Frank“, die Leitung der Theatergruppe der LWG, der Eichendorff-Schule und des Theaters am Hofgarten bis zum Regisseur beim Historien-Schauspiel der „Gebrochenen Schwingen“ in Erlabrunn. Damit sind zumindest teilweise jene überwiegend kulturellen Betätigungsfelder genannt, für die Stadtmüller beim Neujahrsempfang ausgezeichnet wurde.

Die zweite Auszeichnung ging an VCC-Gründungsmitglied Ernst Liebler. Hier war er auch drei Jahrzehnte Büttenredner und ist seit 20 Jahren deren Obmann. Darüber hinaus ist Liebler seit 1995 Sänger im MGV, war Schriftführer und zehn Jahre Vorsitzender. Auch die Handball-Abteilung der TGV stand viele Jahre unter Lieblers Leitung. Es sei einfach, kurzfristig einmal ein Projekt zu unterstützen. Sich aber über viele Jahre zu engagieren wie Günther Stadtmüller und Ernst Liebler, bezeichnete das Ortsoberhaupt als nicht selbstverständlich.

In seiner Neujahrsansprache forderte Götz die Bevölkerung auf zu „Selbstvertrauen und Optimismus, wenngleich Konflikte inzwischen bis ins Innerste des europäischen Hauses vordringen.“ Sorgen um die Zukunft, angesichts der aktuellen Ereignisse, hielt Götz für durchaus berechtigt. Gleichzeitig forderte er aber, „den Geist der Gemeinsamkeit zu erhalten und weiter zu entfalten.“

Neben seinem Rückblick auf ein Jahr 2014, gespickt mit Bauarbeiten, Ausstellungen und Jubiläen, richtete Götz seinen Blick auf bevorstehende erfreuliche Ereignisse und Entwicklungen in Veitshöchheim. Eine Renaissance erleben soll im Jahr 2015 das Hofgarten-Weinfest, das bis 1996 alljährlich in der Fasanen-Allee mit Blick aufs Schloss stattfand. Allen Grund zu feiern hat die Freiwillige Feuerwehr, wenn sie am Pfingstwochenende ihr 150-jähriges Bestehen begeht.

Weiter entwickeln wird sich die Gemeinde nach Götz' Überzeugung durch das Baugebiet Sandäcker, ebenso wie durch die Erweiterung des Gewerbegebietes Ost. Eine Slip-Anlage für Boote der Feuerwehr und Wasserwacht soll im Bereich des neuen Rewe-Marktes entstehen und samt einer Steganlage auch für den Segelclub Mainsegler, Sportboote und Kanus zur Verfügung stehen.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Jürgen Götz über den Erhalt des Bundeswehrstandortes. Dieser werde in den beiden nächsten Jahren sogar noch ausgebaut. Darin sieht Götz „auch Chancen und Möglichkeiten für die örtlichen Betriebe.“

Einen flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet durch die Telekom kündigte Götz bis Ende 2015 ohne zusätzliche Kosten für die Gemeinde an.

Als „höchst erfreulich“ bezeichnete es Götz, im Haushalt von Gemeinde und deren Eigenbetrieben im letzten Jahr 2,8 Millionen Euro erwirtschaftet zu haben. Trotz Umbau der Mainfrankensäle fiel die Neuverschuldung um 1,5 Millionen Euro niedriger aus als veranschlagt.

Das Machbare im Blick zu haben, aber dennoch mutige Schritte zu unternehmen, nannte Götz als Richtschnur des künftigen Handelns.

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