Estenfeld

MP+Prozess um Messerattacke in Würzburg: Wie Chia Rabiei sich mit einem Rucksack gegen das gezückte Messer stellte

Der Flüchtling aus dem Iran wurde durch sein mutiges Eingreifen am Barbarossa-Platz zum "Held von Würzburg". Der Lohn für sein Verhalten lässt auf sich warten.
Bei der Messerattacke in Würzburg war er einer der ersten, der sich dem Täter entgegenstellte: Nun ist Chia Rabiei einer der Nebenkläger und sagte am Dienstag in Estenfeld (Lkr. Würzburg) als Zeuge vor Gericht aus.
Foto: Jonas Keck | Bei der Messerattacke in Würzburg war er einer der ersten, der sich dem Täter entgegenstellte: Nun ist Chia Rabiei einer der Nebenkläger und sagte am Dienstag in Estenfeld (Lkr. Würzburg) als Zeuge vor Gericht aus.

Eine Kamera folgt Chia Rabiei bis in den Gerichtssaal. Der Zeuge muss an dem Beschuldigten aus Somalia vorbei, der ihm vor elf Monaten am Barbarossaplatz in wilder Wut sein Messer in den Bauch rammen wollte. Der Gegensatz könnte kaum krasser sein: Der beschuldigte Abdirahman J. kauert mit gesenktem Kopf und leerem Blick auf der Anklagebank. Rabiei betritt an diesem Dienstagvormittag als Nebenkläger und Zeuge mit festem Schritt die Mehrzweckhalle in Estenfeld (Lkr. Würzburg), in der das Gericht tagt. Und er blickt immer wieder dem Beschuldigten direkt in die Augen, dem er an jenem Abend des 25.

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