KÜRNACH

Radeln und wandern am Bach

Eine „Zwei-Bäche-Tour Pleichach-Kürnach“ soll Erholungssuchende aus der ganzen Region anlocken. Vor allem Familien mit Kindern und Würzburger sollen von dem neuen Angebot angesprochen werden. Der Radrundweg, auf dem selbstverständlich auch gewandert werden kann, verläuft zum größten Teil auf vorhandenen Radwegen.
Am Gemeinschaftsprojekt „Bachrundweg Kürnach-Pleichach“ sind beteiligt (von links): Sieglinde Bayerl, stellvertretende Bürgermeisterin aus Kürnach, Joachim Först, Geschäftsführer der Leader-Aktionsgruppe, LAG-Vorsitzender Wilhelm Remling aus Thüngersheim, Landschaftsarchitekt Thomas Wirth, der Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth, Helmut Scholz, stellvertretender Bürgermeister aus Unterpleichfeld, Burkard Losert, Bürgermeister aus Rimpar, Michael Weber, Bürgermeister aus Estenfeld, Fredy Arnold, Bürgermeister aus Unterpleichfeld, Werner Harbauer, der das Leader-Projekt in Kürnach leitet, Pfarrer Frank Hofmann-Kasang von der evangelischen Kirchengemeinde.
Foto: FOTO Nadja Hoffmann | Am Gemeinschaftsprojekt „Bachrundweg Kürnach-Pleichach“ sind beteiligt (von links): Sieglinde Bayerl, stellvertretende Bürgermeisterin aus Kürnach, Joachim Först, Geschäftsführer der Leader-Aktionsgruppe, ...

Zur Vorstellung der Konzeption und Maßnahmenbeschreibung für den Bachrundweg Kürnach-Pleichach hatten sich die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden im Kürnacher Rathaus eingefunden.

Thomas Wirth, Landschaftsarchitekt von arc.grün, stellte die Planungen vor, die nun so weit gediehen sind, dass die Anträge eingereicht werden können.

Viele Teile des Rundweges bestehen bereits. Lücken müssen bei den Fischteichen in Maidbronn und der Griesmühle bei Kürnach geschlossen werden.

Insgesamt umfasst die Strecke, die durch die Gemeinden Kürnach, Estenfeld, Mühlhausen, Lengfeld, Versbach, Rimpar, Maidbronn und Unterpleichfeld führt, 27 Kilometer. Zwischen Versbach und Lengfeld sowie Maidbronn und Kürnach sind Abkürzungen eingeplant.

Nötig sind Park-&-Ride-Möglichkeiten und Rast- und Picknickplätze, wünschenswert wäre ein Landgasthof. Auch die Stadt Würzburg ist in den Radweg mit eingebunden, denn er würde gut in das Konzept der Landesgartenschau passen, für die sich die Stadt bewirbt.

Zudem besteht ein Anschluss vom Mainradweg und Radwanderweg Romantische Straße und zu örtlichen Radwanderwegen.

Aufgelockert wird der Bachweg durch Themenschwerpunkte, die die Gemeinden selbst erarbeiten können. Vorgesehen sind beispielsweise Stationen zum Thema Mühlengeschichte, Wasser und Glaube, Wasserschloss, Kläranlage und Trinkwasserschutz. Ein „Fischpass“ für Kinder könnte Fragen zum Thema Wasser beinhalten.

Die Kosten der Maßnahmen werden auf 175 000 Euro geschätzt, wovon 45 Prozent von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern getragen werden. Den Rest müssen sich die Gemeinden teilen.

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Für Wolfgang Harbauer, der das Leader-Projekt in Kürnach leitet, wird die Arbeit jedenfalls nicht so schnell ausgehen. Wilhelm Remling, Altbürgermeister aus Thüngersheim und jetzt Vorsitzender der LAG Wein, Wald, Wasser, begrüßt die Zusammenarbeit der Gemeinden, die über ihren eigenen Kirchturm hinausschauen und so ein Vorbild für den Landkreis sind.

„Wir jammern nicht, sondern nehmen eine Sache in die Hände! So wird der europäische Gedanke vorbildlich vorgelebt.“ so Remling.

Der Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth verteilte erst einmal Luftpumpen an seine Mitstreiter, da es auf den Radwegen, die im Moment doch teilweise noch sehr schlecht sind, hin und wieder zu einem platten Fahrradreifen kommen kann.

Zudem soll den Kollegen bei der späteren Pflege der Radwege die Luft nie ausgehen.

Aus Sicht der Kürnacher SPD deckt der Bachrundweg mehrere Aspekte im kommunalpolitischen Bereich ab und ist ökologisch, touristisch und ökonomisch sinnvoll. Die SPD hatte im Rahmen des Projekts außerdem einen Naturbadesee – ähnlich wie in Arnstein – vorgeschlagen.

Der See könnte an der Grenze der Kürnacher zur Estenfelder Gemarkung, also mehr oder weniger unter der Autobahnbrücke entstehen, auch andere Örtlichkeiten wären aber denkbar, meint Otto Rüger, dritter Bürgermeister und Kreisrat.
 
Er glaubt, das Thema „Wasser und Erholung“ passt gut zu den Plänen.

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