Würzburg

Rathaus: Tiefgarage verhindert Parksuchverkehr

Der Kardinal-Faulhaber-Platz soll umgestaltet werden.
Foto: Obermeier | Der Kardinal-Faulhaber-Platz soll umgestaltet werden.

„Seit Jahren wird in der Innenstadt das Ziel verfolgt, oberirdische Parkplätze zu verringern und Tiefgaragen zu verbessern, um den Parksuchverkehr zu verringern“, schreibt die Stadt Würzburg in einer Stellungnahme zur Berichterstattung dieser Redaktion über den Vortrag von Tilmann Schenk beim Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“.

Der Geograf hatte erklärt, dass die Innenstadt mit rund 8000 Parkplätzen ausreichend versorgt sei und deshalb neue keine Tiefgarage am Faulhaber-Platz brauche.

Abbau von Oberflächenparkplätzen reduziert Feinstaubbelastung

Diese will die Stadt aber dort bauen und stellt sie – gemeinsam mit der teilweisen Begrünung und Bebauung des Platzes – im Ratsbegehren „Grüner Platz: Innenstadt für alle“ zur Abstimmung.

Nach Ansicht der Stadtplaner würde auch der Wegfall der oberirdischen Parkplätze am Faulhaber-Platz gemeinsam mit der angedachten Reduzierung der Parkplätze hinter dem Dom den Suchverkehr nach oberirdischen Parkplätzen im gesamten Quartier zwischen Theater, Dom und Altstadt reduzieren. „Damit wird der Ausstoß von Feinstaub, Abgasen und Lärm im gesamten Quartier verringert“, schreibt Weiß.

137 Parkplätze rund um den Faulhaber-Platz entfallen

Doch ersatzlos dürften diese nicht entfallen. Denn: „Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist für Würzburg als Einkaufsstadt und Oberzentrum von enormer Bedeutung. Ohne Parkplätze werden Würzburg und vor allem der vom Umland profitierende Einzelhandel nicht auskommen“,

Durch die Umgestaltung der Spiegel-/Eichhornstraße seien bereits 65 Stellplätze ersatzlos entfallen. Zusammen mit den 72 Park- und fünf Taxiplätzen würde das Quartier 137 Parkplätze verlieren.

Schenk hatte in seinem Vortrag erklärt, dass in Würzburg bislang zu wenig in ÖPNV und Radwegeausbau investiert worden sei und die Menschen deshalb bevorzugt mit dem Auto kommen.

Menschen vom Land und aus Stadtteilen kommen mit dem Auto

Das Rathaus sieht das anders: besonders Bewohner aus weiter entfernten Stadtteilen wie Rottenbauer, Lengfeld und Versbach sowie aus dem Umland seien auf das Auto und damit auf ausreichend Parkplätze angewiesen angewiesen.

Gleichzeitig würde die Tiefgarage für die Erweiterung des Mainfranken Theaters dringend gebraucht. Dass die Theater-Garage und der Residenzplatz dafür ausreiche, wie Schenk dargelegt hatte, bezweifelt die Stadt. Bereits heute sei die Theater-Garage an einzelnen Abenden zu 86 Prozent ausgelastet.

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