Veitshöchheim

Rekorde bei Gewerbe- und Einkommensteuer

Die bisher veranschlagten 14 Millionen Euro für die energetische Sanierung der Veitshöchheimer Eichendorff-Grund- und Mittelschule reichen aller Voraussicht nach nicht aus.
Foto: Dieter Gürz | Die bisher veranschlagten 14 Millionen Euro für die energetische Sanierung der Veitshöchheimer Eichendorff-Grund- und Mittelschule reichen aller Voraussicht nach nicht aus.

Ohne jegliche Probleme stellte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag die Weichen für den Haushalt 2020. Der endgültige Haushaltsplan soll im März 2020 verabschiedet werden. Im Gleichklang hatten alle vier Fraktionen des Rates in ihren Anträgen bekundet: "Verzicht auf neue Anträge – Umsetzung der bereits in den Vorjahren beschlossenen Projekte".

Genannt wurden hier die Sanierung des Rathauses (CSU, Grüne), der Bau einer Rampe an den Mainfrankensälen (CSU), die    Sanierung des Feuerwehrhauses (CSU), der Eichendorffschule (SPD, UWG, Grüne), der Ausbau der Kirchstraße (SPD, UWG, Grüne), eine öffentliche WC-Anlage im Rathausinnenhof (SPD), die räumliche Erweiterung des Damen-Duschraumes im Geisbergbad (SPD),die  Sanierung der Aussegnungshalle im Waldfriedhof (UWG), die Errichtung einer barrierefreien Haltestelle im Birkental (Grüne), die Beibehaltung der freiwilligen Leistungen mit einer dreiprozentigen Erhöhung (CSU, SPD, UWG) und  ausreichende finanzielle Ausstattung der Fairtrade-Steuerungsgruppe und des Umweltbeirates (UWG).

Laut Vortrag von Bürgermeister Jürgen Götz werden allein für 2020 15,2 Millionen Euro für die Durchführung investiver Maßnahmen benötigt. So habe das Hochbaureferat 9,0 Millionen Euro und das Tiefbaureferat 2,0 Millionen Euro; für den Unterhalt meldete der Hochbau 2,3 Millionen Euro und der Tiefbau 0,7 Millionen Euro angemeldet. Zum Ankauf von Grundstücken sind 2,32 Miillionen Euro eingeplant und für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für die Feuerwehr 460 000 Euro.

Neugestaltung der Bücherei

Bereits ab nächster Woche beginne die Neugestaltung der Bücherei im Bahnhof mit Kosten für den Unterhalt von 332 500 Euro und von 385 000 Euro für Investitionen. Die Finanzierung aller anstehenden Investitionen könne nach heutigem Kenntnisstand aus dem Kassenbestand nicht mehr vollständig gedeckt werden, verdeutlichte Götz. Dabei seien in der Finanzplanung noch nicht die Kosten für die Neugestaltung der  Mainlände in den Bereichen des neuen und alten Steges enthalten.

Götz vermeldete ein sehr gutes Jahresergebnis 2019 mit zahlreichen Rekordzahlen, mit einer freien Finanzspanne von 5,8 Millionen Euro und einer Rücklagensumme von 15,5 Millionen Euro. Von der Kreditermächtigung in Höhe von 5,1 Millionen Euro  für die Aufnahme des Förderdarlehens der KfW für die Sanierung der Bundeswehrwohnanlage mit einem Zinssatz von minus 0,75 Prozent wurden bislang erst 650 000 Euro benötigt. Es stehen somit insgesamt rund 20 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Die Gemeinde kann in den nächsten Jahren aus dem Verkauf der Baugrundstücke im Gebiet "Sandäcker" noch mit einem Mehrerlös von 6,9 Millionen Euro rechnen.

235 000 Euro waren bereits für 2019 für die Sanierung des Feuerwehrhauses eingeplant. Diese muss aber auch 2020 noch zurückgestellt werden, da wegen fehlender Stellplätze für diverse Fahrzeuge sowie eventuell für einen Ölsperrenanhänger des Landkreises derzeit die Möglichkeiten für einen Erweiterungsbau planerisch geprüft werden.
Foto: Dieter Gürz | 235 000 Euro waren bereits für 2019 für die Sanierung des Feuerwehrhauses eingeplant. Diese muss aber auch 2020 noch zurückgestellt werden, da wegen fehlender Stellplätze für diverse Fahrzeuge sowie eventuell für ...

Grund für das mit großem Abstand beste Jahresergebnis  in der Geschichte der Gemeinde Veitshöchheim sind die 2019 erzielten Gewerbesteuereinnahmen von 7,6 Millionen Euro, das sind 2,9 Millionen Euro über dem bisherigen Rekordergebnis aus dem Jahr 2013. Ursache dafür sind Nachzahlungen über einen Zeitraum von drei Jahren.

Auch die Einkommensteuer erreicht mit 6,6 Millionen Euro einen Rekordwert, gegenüber 2011 sind das über 2,1 Millionen Euro mehr, obgleich im selben Zeitraum die Einwohnerzahl Veitshöchheims nach Hauptwohnungen von 9955 um 374 auf 9583 Ende 2019 zurückging.

Aufgrund geringerer Schlüsselzuweisungen und einer höheren Kreisumlage wird sich 2020 aber laut Bürgermeister die Haushaltssituation der Gemeinde voraussichtlich um rund 750 000 Euro verschlechtern. Der Kämmerer errechnete deshalb in seiner Finanzrechnung ohne Eigenbetrieb für 2020 einen Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit von nur noch 629 800 Euro. Er äußerte sich aber zuversichtlich auch für das Haushaltsjahr 2020 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können.

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