Prosselsheim

Rosi Schraud bleibt Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld

Rosi Schraud bleibt bis zum Ende ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin von Estenfeld auch Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Estenfeld. Mit 13:0 Stimmen verlief das Wahlergebnis der Gemeinschaftsversammlung der VG im Rathaus Prosselsheim sehr eindeutig. Neun Ja-Stimmen erhielt ihre alte und neue erste Stellvertreterin, Birgit Börger (Bürgermeisterin von Prosselsheim). Dritter im Bunde ist der neue Bürgermeister von Eisenheim, Christian Holzinger. Weil er Börger bei der Wahl zur ersten Stellvertreterin den Vortritt gelassen hatte, beschloss die Gemeinschaftsversammlung, auf eine offizielle Wahl Holzingers zu verzichten und ihn direkt zum zweiten Stellvertreter zu ernennen.

Die drei Ortschaften Estenfeld, Prosselsheim und Eisenheim bilden gemeinsam die VG Estenfeld, keiner der drei Orte kann sich aus finanziellen Gründen eine eigene Verwaltung leisten. Stattdessen zahlt jede Gemeinde einen ihrer Einwohnerzahl entsprechenden Betrag in die VG-Kasse, aus der diese dann alle Ausgaben bestreitet, überwiegend Personal- und Mietkosten, weil die VG im Rathaus Estenfeld beheimatet ist. Von Amts wegen ist der jeweilige Bürgermeister der drei Orte Teil der VG, oft genug wird aus diesen Bürgermeistern der Vorsitzende gewählt. Zusätzlich entsendet jede Gemeinde pro 1000 Einwohner ein gewähltes Ratsmitglied in die Gemeinschaftsversammlung.

50 Euro für Trauungen am Samstag

Relativ unproblematisch verlief auch die Verabschiedung der Geschäftsordnung. Weil niemand der anwesenden Ratsmitglieder Einwände hatten, war das 13:0-Ergebnis auch erwartbar. Eine Debatte schenkten sich die Räte auch bei der Festsetzung der Entschädigungen für die drei ehrenamtlichen Vorsitzenden, die für diesen Punkt den Ratssaal geräumt hatten und dem Geschäftsführer Julian Dürrlauf das Feld überließen. Wie schon in der vorigen Wahlperiode, so erhält auch jetzt die erste Vorsitzende eine monatliche Entschädigung von 600 Euro, ihre beiden Stellvertreter jeweils 175 Euro.

Zusätzlich machte sich Dürrlauf stark, den dreien jeweils 50 Euro zu zahlen, wenn sie außerhalb ihrer Dienstzeiten Ehepaare trauen. Das ist oft genug an einem Samstag der Fall, wenn die Bürgermeister als "Eheschließungsstandesbeamte" um Trauungen gebeten werden, "und dann sollte es uns schon 50 Euro wert sein, wenn für die wieder ein Samstag draufgeht", hieß es in der Versammlung. Mit 10:0 war auch dieses Ergebnis einstimmig.

Die VG Estenfeld ist schuldenfrei

Mit 13:0 verabschiedete die VG auch ihren Haushalt für das laufende Jahr, den die neue Kämmerin Anja Friedrich mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt hat. Der Vermögenshaushalt liegt bei 100 000 Euro, die restlichen 1,8 Millionen Euro bilden den Verwaltungshaushalt. 1,5 Millionen Euro davon sind die Umlage der drei Mitgliedsgemeinden. Estenfeld zahlt (5220 Einwohner) 1,025 Millionen Euro, Eisenheim (1351 Einwohner) 265 000 Euro und Prosselsheim als kleinste der drei Gemeinden mit 1180 Einwohnern rund 232 000 Euro in den Verwaltungshaushalt, anteilig beläuft sich auch ihr Beitrag zum Vermögenshaushalt.

Weiterhin gibt es Zuweisungen vom Land und die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb, zum Beispiel für das Ausstellen von Personalausweisen und Führungszeugnissen oder auch Standesamtsgebühren. Etwas mehr als 70 Prozent der Ausgaben sind die Personalkosten, der Rest verteilt sich auf die Gebäudekosten und den Verwaltungs- und Betriebsaufwand. Rücklagen gibt es in Höhe von gut 15 000 Euro. Der erfreulichste Satz der Kämmerin: "Die Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld ist schuldenfrei." Darüber dürfte sich auch Ersoy Karakoc (Estenfeld) freuen, der frisch gewählte Vorsitzende des vierköpfigen Rechnungsprüfungsausschusses.

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