WÜRZBURG

s.Oliver kauft HypoVereinsbank-Gebäude

s.Oliver an allen Ecken: Gegenüber des s.Oliver-Geschäftes am Marktplatz steht das HypoVereinsbank-Gebäude. Dieses hat der Modekonzern nach Main-Post-Informationen gekauft. Geplant ist eine Einkaufsgalerie. Foto: Müller

Es hat sich schon lange abgezeichnet, nun ist der Verkauf des HypoVereinsbank-Gebäudes an der Ecke Schönborn-/Eichhornstraße perfekt. Käufer ist nach Main-Post-Informationen s.Oliver. Vom Rottendorfer Modekonzern gibt's noch keine Stellungnahme, die Presseabteilung war bis Montagabend nicht zu erreichen.

Am Nachmittag hatte ein Sprecher der Bank den Verkauf auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt, mehr aber auch nicht: Keine Angaben über den Verkaufspreis oder den Käufer. Die HypoVereinsbank zieht voraussichtlich im Herbst in das bankeigene Gebäude an der Ecke Schönborn-/Eichhornstraße gegenüber des jetzigen Domizils.

Das Unternehmen s.Oliver wurde in der Gerüchteküche schon länger als möglicher Käufer gehandelt. Ende 2009 dementierten die Rottendorfer noch jegliches Kaufinteresse, vor ein paar Wochen wurde auf Anfrage immerhin signalisiert, dass das Bankgebäude ein interessantes Objekt sei.

Aus städtebaulicher Sicht sowieso: Im Zuge der von der Stadt geplanten Umgestaltung der Eichhornstraße spielt der 42 Jahre alte Bau eine wichtige Rolle. Rund 7000 Quadratmeter hochwertige Einzelhandelsfläche möchte Stadtbaurat Christian Baumgart im viergeschossigen Noch-Bankgebäude ansiedeln.

Hochwertiger Einzelhandel

Die künftige Einkaufsgalerie soll ein Bindeglied zur geplanten Mozart-Galerie am Faulhaber-Platz sein – mit einer zur Fußgängerzone umgestalteten Eichhornstraße. In der Stadtbild-Kommission wurden zudem schon im vergangenen Sommer Überlegungen geäußert, im Zuge des Umbaus der Bank die Einfahrt zu deren Tiefgarage in der Martinstraße auch als Zufahrt zur Marktgarage der Stadt auszubauen. Vor dem Umbau soll es einen Architektenwettbewerb geben.

Über das Sortiment des neuen Warenhauses in bester Lage ist noch nichts bekannt, doch wird unter anderen die Textilkette Peek & Cloppenburg als möglicher Mieter gehandelt. Dass der Eigentümer s.Oliver dort selbst ein Geschäft eröffnet, gilt als eher unwahrscheinlich, hat doch das Modeunternehmen erst im Herbst 2009 am Marktplatz schräg gegenüber einen seiner wenigen „Flagship-Stores“ – ein Vorzeigehaus – mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche errichtet. s.Oliver tritt möglicherweise „nur“ als Investor auf.

Starkes Geschäftsengagement

s.Oliver-Gründer Bernd Freier legt in seiner Heimatstadt, in der er 1969 mit der Eröffnung der Boutique „Sir Oliver“ in der Herrengasse den Grundstein für sein Modeimperium legte, in jüngerer Zeit starkes Geschäftsengagement an den Tag: 2009 Eröffnung des Flagship-Store am Marktplatz, im Sommer 2010 Eröffnung der „Comma“-Filiale und vor wenigen Tagen Eröffnung des s.Oliver Accessoire-Shops in der Domstraße.

Die 110 Mitarbeiter der HypoVereinsbank werden beim Umzug auf die andere Straßenseite in das frühere Gebäude der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank nicht alle unterkommen. Stehen im jetzigen Domizil noch 4400 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, sind es dort nur noch 1700. Für Mitarbeiter, die keinen direkten Kundenkontakt haben, sollen in der Innenstadt zusätzliche Räume angemietet werden. Wo das sein wird, darüber gibt es noch keine Informationen von der Bank.

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