Höchberg

Schreibwettbewerb in der Coronakrise für Kinder

Schriftsteller Heiko Wolz lud die Kinder zu einer Mitmachgeschichte ein, die deren Fantasie forderte.
Schriftsteller Heiko Wolz lud die Kinder zu einer Mitmachgeschichte ein, die deren Fantasie forderte. Foto: Matthias Ernst

Die Fantasie von Kindern kennt keine Grenzen. Das wurde bei der Preisverleihung anlässlich des Schreibwettbewerbes deutlich, den die Höchberger Bibliothek in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Bibliothek Markt Höchberg für Kinder von neun bis zwölf Jahren initiiert hatte.

"Schreib eine Geschichte oder ein Gedicht über deine Erlebnisse aus der ‚Corona-Zeit‘. Erzähle zum Beispiel davon, was du in deiner Familie und deiner Nachbarschaft erlebt und beobachtet hast oder was du dir wünschen würdest, was wir aus dieser besonderen Zeit lernen könnten", war ein sperriges aber dafür anspruchsvolles Thema.

Doch die Teilnehmer überraschten mit ihren Geschichten und Gedichten und sogar mit einem ganzen Buch mit Text und Bildern. "Wir waren sehr fasziniert", fasste Bibliotheksleiterin Martha Maucher die Reaktionen der Jury zusammen, die die eingereichten Beiträge bewertete. "Das Schönste an der Cororna-Zeit war das Lesen eurer Geschichten", lobte sie alle Einsender. Insgesamt 17 Kinder von acht bis zwölf Jahren hatten sich beteiligt.

Der Vorsitzende des Freundeskreises Martin Benthe zeigte sich erfreut, dass sich nicht nur Mädchen sondern auch Jungen beteiligt hatten. Denen, so Benthe, falle es normalerweise schwerer Geschichten zu schreiben.

Es war die erste Veranstaltung in der Bibliothek seit der Schließung wegen des Cornavirus und fand unter einem ausgearbeiteten Hygienekonzept statt. Abstand zwischen den einzelnen Familien, jeder wurde an seinen Platz begleitet und kein Gruppenbild, das waren die Eckdaten. Davon abgesehen, war es eine würdige Premiere. Auch Höchbergs Bürgermeister Alexander Knahn kam vorbei und richtete ein Grußwort an die Teilnehmer. "Bewahrt euch eines das ganze Leben lang: Fantasie", ermunterte er die Teilnehmer des Schreibwettbewerbs. Er versprach jede eingereichte Geschichte zu lesen.

Neben der Preisverleihung war der Auftritt von Heiko Wolz ein weiterer Höhepunkt. Der Autor erstellte mit den Kindern eine spontane Geschichte. Es ging um ein Dreihorn mit Schweineschauze mit dem Namen Ursula, das Angst vor Wasser hat und immer in Gummistiefeln herumläuft.

Nebenbei erfuhren die Kinder, dass es nicht unbedingt notwendig für einen Schriftsteller sei, im Fach  Deutsch gut zu sein. Bestes Beispiel war Wolz selbst, der zugab in seiner Schulzeit seine erste Geschichte im Matheunterricht geschrieben zu haben. Seitdem hat er sich weiter entwickelt und die erarbeitete Geschichte mit den Kindern ließ erahnen, wie viel Fantasie notwendig ist, um Bücher zu schreiben.

Die Preisverleihung nahmen die Mitglieder der Jury (Martin Benthe, Katja Kraus, Margret Link, Martha Maucher und Christa Engert) mit vielen persönlichen Worten für jeden Beitrag vor. Es soll nicht der letzte Schreibwettbewerb der Bibliothek sein, nachdem die Premiere so gut ankam, versprachen Maucher und Knahn gemeinsam.

Preisträger Gruppe 1 acht bis zehn Jahre: 3. Preis: 10-Euro-Gutschein ("Außerirdische in Not" von Mila Spiegel). 2. Preis: zwei 15 Euro-Gutscheine ("Alleine zu Hause, aber im Herzen zusammen" von Anna Genheimer und Helena Simon). 1. Preis: 20 Euro-Gutschein und Exit Game ("Der magische Zirkel" von Leonard Weilnhammer).

Gruppe 2 elf bis zwölf Jahre: 3. Preis: 10 Euro-Gutschein ("Hallo, ich bin Covid 19" von Tarja Niebler), 2. Preis: 15 Euro-Gutschein ("Die wahre Geschichte von Corona" von Laurenz Müller), 1. Preis: 20 Euro-Gutschein und Black Stories ("Vier Geschichten, vier Familien, ein Virus" von Liliana Zivkovic).

Sonderpreis für die kreative Gestaltung: zwei Taschenbücher ("Das Geheimnis auf der Wiese" von Theresa Noack und Zora Stürmer)

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