Randersacker

Sieben Hektar für Photovoltaik angefragt

Gleich zwei Anfragen zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Gemeindegebiet lagen dem Marktgemeinderat Randersacker vor. Der sah diese positiv, will nun aber auch einen Kriterienkatalog für derartige Projekte erarbeiten.

Projekt 1 befindet sich in der Gemarkung Lindelbach. Es erstreckt sich auf den Ackerflächen von der Lützelquelle geradewegs nach Osten bis zum Wald und nach Norden bis zur Autobahn. Bebaut werden sollen vier Teilflächen auf 3,8 Hektar. Projekt 2 betrifft die Flurlage Kreßwegäcker auf der Höhe des Kapellenbergs, direkt an die Grünzone oberhalb der Weinberge anschließend. Hier ist ein Grundstück mit 2,8 Hektar angefragt.

Einhelliges "Ja" zu den Projekten

Bürgermeister Michael Sedelmayer wollte es gerne grundsätzlich angehen, Regeln definiert haben, die festlegen, was in Sachen Photovoltaik denkbar ist – wegen der Gleichbehandlung von Antragstellern und um nicht jedes Mal neu zu diskutieren. Dass dafür die beiden Anfragen verschoben werden, bis die Regeln aufgestellt sind, erschien dem Marktgemeinderat allerdings ganz und gar nicht nötig. Da die Randflächen der Autobahn geradezu prädestiniert seien für Photovoltaik und der Standort auf dem Kapellenberg das Ortsbild nicht beeinträchtigt, allenfalls vom Sonnenstuhl einsehbar ist, wollten alle Redner sofort ein positives Signal an die Investoren senden.

Ein Kriterienkatalog sei zwar "etwas extrem Gutes", so Matthias Henneberger (ödp), gleichzeitig hieß es im Tenor aus allen Fraktionen, dass die vorgeschlagenen Lagen "wirklich perfekt und absolut sinnvoll" seien, wie es Heike Simon (SPD) formulierte. Der Kriterienkatalog sei in ein paar Wochen, vielleicht Monaten erstellt, hatte Randersackers Umweltbeauftragter Olaf Greshake noch erläutert, der selbst in der Solarbranche tätig ist. Derartige Projekte erstreckten sich jedoch zwischen ein und vier Jahren bis zum Netzanschluss. Zumal es sich nicht um Aufstellungsbeschlüsse, sondern informelle Anfragen handele, sei es sinnvoll jetzt den Antragstellern das positive Signal zu geben. "Setzen wir doch jetzt einfach den Startschuss für die Solargemeinde Randersacker", appellierte Stefan Lutz-Simon (Grüne)für die Abstimmung noch bevor die Kriterien definiert sind. Das Votum viel einhellig aus: 16-mal "Ja" zu beiden Projekten.

Eine kurze Debatte schloss sich an, ob eine Arbeitsgruppe mit je einer Person aus den Fraktionen und den beiden Umweltbeauftragten Greshake und Rainer Herrler sinnvoll wären, wie von Sedelmayer angeregt. Heiko Lörner (CSU) dagegen wollte den Bauausschuss tätig werden lassen mit den Umwelt- und Naturschutzbeauftragten in beratender Funktion. Ein kleines, vorbereitendes Gremium erschien letztlich wichtig. Beschließen müsse bei so weitreichenden Entscheidungen ohnehin der Marktgemeinderat, so Sedelmayer. Er legte Wert auf die feste Einbindung der Umweltbeauftragten in einer Arbeitsgruppe, der Lutz-Simon ein bereits erarbeitetes Papier zum Thema als Diskussionsgrundlage zur Verfügung stellen wollte.

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