Eisenheim

Sitzungsunterlagen für Räte online per "Kommune aktiv"

Der Gemeinderat Eisenheim geht den nächsten Schritt in die digitale Zukunft und will das Ratsinformationssystem (RIS) "Kommune Aktiv" einsetzen. Damit hat die Papierflut, mit der sich die Räte bislang noch auseinandersetzen müssen, bald ein Ende. Die Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld, zu der auch Prosselsheim und Eisenheim gehören, bereitet momentan das schon genutzte RIS auch für die Nutzung durch die Gemeinderäte vor. Sie werden zukünftig per Mausklick die Unterlagen für die Sitzung auf ihre Rechner laden und sich auch mit einer Stichwortsuche durch bereits vorhandene Vorlagen arbeiten können. Dazu gehören neben der Tagesordnung auch die Sachvorträge und Anlagen wie Bau- oder Haushaltspläne und Anträge an den Rat.

Grundsätzlich herrschte im Rat Einigkeit darüber, dass auch Eisenheim das RIS nutzen will, wie die 11:0-Abstimmung ergab. Bei der Frage, ob die Gemeinde für alle Räte Tablets anschaffen oder jedem Ratsmitglied wie in Estenfeld pauschal 300 Euro als Zuschuss für den privaten Kauf eines Endgerätes zahlen soll, gingen die Meinungen hingegen sehr weit auseinander. Sie reichten von "fehlendem Datenschutz" bis hin zu "mögliche Hackerattacken von außen", wobei diese Befürchtung durch ein aktuelles Antivirenprogramm zumindest eingedämmt, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen werden könne.

Auch hätten die Räte gern eine Einweisung in die Software "Kommune Aktiv", und es tauchten auch Bedenken auf, dass nicht jeder mit einem neuen Tablet zurecht käme. "Wobei sich auch die Frage stellt, ob ein Rat jetzt mit dem dritten oder vierten Tablet hantieren soll, wenn eines schon ausreicht", so Holzinger. Es sei auch möglich, sagte der Bürgermeister weiter, entweder auf Antrag den Zuschuss zu zahlen oder ein Gerät zu beschaffen. Letztlich vertagten die Räte den Bereich "Neuanschaffung oder Zuschuss" auf eine der nächsten Sitzungen.

Neuer Siebener-Obmann

Die Feldgeschworenen, auch als Siebener bezeichnet, haben in Christoph Stütz einen neuen Obmann gewählt. Übergangsweise hatte Thomas Gehring dieses Amt wahrgenommen, und Stütz hatte sich bereit erklärt, in seine Fußstapfen zu treten. Die Feldgeschworenen wählen ihre Obleute selbst, der Rat bestätigt wie bei Feuerwehrkommandanten diese Wahl. Am Ende war es eine reine Formsache, und einstimmig bestätigte der Rat die Ernennung von Stütz zum Siebener-Obmann in Eisenheim.

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