WÜRZBURG-LAND

SPD will treibende Kraft und Impulsgeber sein

Spitzengruppe: Auf der SPD-Bewerberliste für die Kreistagswahl prominent vertreten sind (von links) Christine Haupt-Kreutzer, Volkmar Halbleib, Stefan Wolfshörndl, Heinz Koch, Eva-Maria Hesselbach, Fabian Liegmann, Peter Stichler und Sonja Ries.
Foto: Gerhard Meissner | Spitzengruppe: Auf der SPD-Bewerberliste für die Kreistagswahl prominent vertreten sind (von links) Christine Haupt-Kreutzer, Volkmar Halbleib, Stefan Wolfshörndl, Heinz Koch, Eva-Maria Hesselbach, Fabian Liegmann, ...

Mit dem Gerbrunner Bürgermeister und stellvertretenden Landrat Stefan Wolfshörndl als Spitzenkandidaten geht die SPD in die Kreistagswahl am 16. März 2014. In Wolfshörndls Heimatgemeinde machten die Genossen ihre Bewerberliste perfekt. Über den Landratskandidaten ist damit allerdings noch lange nicht entschieden. Der soll erst im Oktober benannt werden – Wolfshörndl hat bereits abgewunken; er will sich auf sein Bürgermeisteramt konzentrieren.

Ungewöhnlich früh nominiert die Kreis-SPD. Man will so den Schwung der Landtags- und Bezirkstagswahl nutzen, sagt Kreisvorsitzender Fabian Liegmann, und den Bewerbern während der vielen Sommerveranstaltungen die Chance geben, sich frühzeitig ihren Wählern vorzustellen. Da hat die SPD von der CSU gelernt, die mit dieser Strategie schon seit langem um die Wählergunst wirbt.

Auch der Ablauf der Nominierung hat mit den Aufstellungsversammlungen der 90er Jahre nicht mehr viel gemeinsam. Damals stritten SPD-Lokalfürsten noch regelmäßig um die besten Listenplätze ihrer Favoriten. Diesmal hatte die Findungskommission offenbar ganze Arbeit geleistet. Ihr Vorschlag wurde von den 64 Delegierten einstimmig akzeptiert. Erschwert wird das Prozedere durch die Parteisatzung, die einen Wechsel von Mann und Frau – den sogenannten Reißverschluss – auf der Bewerberliste festschreibt.

Als soziale Kraft und wichtiger Impulsgeber habe die SPD-Kreistagsfraktion der Kreispolitik ihren Stempel aufgedrückt, fasste Fraktionsvorsitzender Volkmar Halbleib die Arbeit der zurückliegenden Jahre zusammen. Besonders im Bildungsbereich sei dieser Einfluss spürbar. So seien SPD-Anträge für den Ausbau der Jugendsozialarbeit ebenso ausschlaggebend gewesen wie für die vertiefte Berufsorientierung an den Mittelschulen oder einen festen Beitrag zur Finanzierung der Volkshochschulen.

Die finanzielle Lage der Kommunen bleibe weiterhin ein Kernanliegen der SPD im Kreistag, versicherte Halbleib. Mit 17 von 70 Kreistagssitzen ist die SPD bei der Durchsetzung ihrer Ideen auf fremde Mehrheiten angewiesen, und wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bleiben – „17 Sitze plus X“ hat Fabian Liegmann als Wahlziel formuliert.

Offen bleibt die Frage, wer sich dem direkten Wettstreit mit dem CSU-Landrat Eberhard Nuß stellt. Vor sechs Jahren hatte die SPD die Bürgermeisterin aus Kleinrinderfeld, Eva Linsenbreder, auf den Schild gehoben. Die hat sich mittlerweile als Vizepräsidentin des Bezirkstags einen guten Ruf erworben und steht für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung.

Stefan Wolfshörndl gilt zwar als Aspirant für höhere Ämter, lehnt eine Doppelkandidatur als Bürgermeister und Landrat aber kategorisch ab. Und Volkmar Halbleib, der die Kreistagsfraktion seit 2002 führt, hat sich zwischenzeitlich auch als Finanzexperte und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag einen Namen gemacht.

Bleiben die Jungen, die die SPD als Aufbaukandidaten gegen den Amtsinhaber ins Rennen schicken könnte. Zu ihnen gehören die Rottendorfer Kreisrätin Eva-Maria Hesselbach und der Kreisvorsitzende aus Waldbüttelbrunn, Fabian Liegmann – beide um die 30 und auf der Bewerberliste prominent platziert. Als Favoritin gilt allerdings die zweite Bürgermeisterin von Margetshöchheim, Christine Haupt-Kreutzer, seit 2008 im Kreistag vertreten.

Auf einen Vorschlag festlegen will sich der Kreisvorstand erst nach der Landtags- und Bundestagswahl im September. Im Oktober sollen die Delegierten dann erneut zusammenkommen, um den Kandidaten formell zu nominieren.

Die 70 SPD-Kandidaten für die Kreistagswahl am 16. März 2014

1. Stefan Wolfshörndl (Gerbrunn)
2. Eva Linsenbreder (Kleinrinderfeld)
3. Volkmar Halbleib (Ochsenfurt)
4. Christine Haupt-Kreutzer
(Margetshöchheim)
5. Peter Stichler (Höchberg)
6. Sibylle Gernert (Ochsenfurt)
7. Fabian Liegmann (Waldbüttelbrunn)
8. Sonja Ries (Höchberg)
9. Rainer Kinzkofer (Veitshöchheim)
10. Eva-Maria Hesselbach (Rottendorf)
11. Eberhard Götz (Hettstadt)
12. Marion Reuther (Margetshöchheim)
13. Harald Schmid (Rimpar)
14. Ute Schnapp (Veitshöchheim)
15. Sebastian Rüthlein (Zell)
16. Margarethe Bötsch (Giebelstadt)
17. Wolfgang Mann (Winterhausen)
18. Gertraud Azar (Veitshöchheim)
19. Joachim Eck (Ochsenfurt)
20. Anna Stvrtecky (Höchberg)
21. Detlef Wolf (Rottendorf)
22. Michaela Pfeifer (Eibelstadt)
23. Heinz Koch (Eibelstadt)
24. Monika Kirschbaum (Randersacker)
25. Bernhard Schlereth (Veitshöchheim)
26. Marita Gläßel (Theilheim)
27. Otto Rüger (Kürnach)
28. Monika Fischer (Bergtheim)
29. Klaus Schmidt (Waldbüttelbrunn)
30. Sibylle Brandt (Veitshöchheim)
31. Hermann Stumpf (Leinach)
32. Jutta Kennerknecht (Eisingen)
33. Daniel Redelberger (Kürnach)
34. Orkide Özsipahi (Zell)
35. Marco Schneider (Erlabrunn)
36. Rita Rechter (Kist)
37. Stefan Hemmerich (Reichenberg)
38. Ilse Gebhardt-Gögercin (Kürnach)
39. Peter Wesselowsky (Ochsenfurt)
40. Sieglinde Kirchner (Hausen)
41. Joachim Sadler (Estenfeld)
42. Elke Haug-Göbel (Gerbrunn)
43. Ludwig Hofmann (Frickenhausen)
44. Ingrid Stryjski (Ochsenfurt)
45. Bernd Endres (Theilheim)
46. Doris Wolf (Rottendorf)
47. Michael Birk (Veitshöchheim)
48. Petra Walpuski (Geroldshausen)
49. Bernhard Hupp (Höchberg)
50. Doris Haslach-Götz (Güntersleben)
51. Richard Brand (Reichenberg)
52. Ivette Steuer (Eisenheim)
53. Hans Holzinger (Eisenheim)
54. Gertrud Löw (Kist)
55. Harald Greipp (Kirchheim)
56. Karola Wolf (Rottendorf)
57. Andreas Hümmer (Waldbüttelbrunn)
58. Ilse Hohmeier (Veitshöchheim)
59. Herbert Gransitzki (Ochsenfurt)
60. Erika Schömig (Estenfeld)
61. Bernd Korbmann (Altertheim)
62. Andrea Kehr (Waldbrunn)
63. Tobias Lahl (Zell)
64. Marlies Mechmann (Gerbrunn)
65. Florian Fischer (Rimpar)
66. Luise Then (Kleinrinderfeld)
67. Dominik Hetzer (Kleinrinderfeld)
68. Ursel Heidinger (Veitshöchheim)
69. Hermann Schenk (Randersacker)
70. Ingrid Schinagl (Veitshöchheim)
Ersatzkandidaten: Andrea Martin, Bernd Horak (beide Rottendorf), Claudia Ullrich (Zell), Julian Schaller (Bergtheim).
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