Theilheim

Sportheim nicht sterben lassen

Die Rollläden bleiben unten. Ohne Corona würde derzeit lediglich eine Krabbelgruppe das Sportheim nutzen.
Die Rollläden bleiben unten. Ohne Corona würde derzeit lediglich eine Krabbelgruppe das Sportheim nutzen. Foto: Antje Roscoe

Ohne Haushaltsentwurf ist Theilheim vor sechs Wochen mit dem neuen Gemeinderat gestartet. Jetzt steht fest: 5,7 Millionen Euro umfasst das Budget für dieses Jahr. Die Spalte für Investitionen ist weitgehend leer.

"Das ist eine sportliche Leistung", fand Bürgermeister Thomas Herpich mit Blick auf das 100-seitige Werk. Der Dank, auch von Holger Seefried (Miteinander Theilheim gestalten - MTg), geht vor allem an die Adresse der Verwaltung, die den Haushalt trotz Unterbesetzung hingekriegt hat und die Gemeinde damit erst handlungsfähig macht. Herpich rechnet damit, dass die Pro-Kopf-Verschuldung weiter um die 200 Euro liegen wird. Das Jahr 2019 ist noch nicht abgeschlossen. Der Haushalt für 2020 war wichtiger, so Herpich auf Nachfrage.

4,1 Millionen Euro umfasst der Verwaltungshaushalt, 1,6 Millionen der Vermögenshaushalt. Entnahmen aus dem Vermögenshaushalt oder Kreditaufnahmen sind keine vorgesehen. Die großen Baumaßnahmen, der Entlastungskanal für das Wohngebiet Reißgarten sowie Umbau und Erweiterung der Kindertagesstätte St. Johannes, beginnen erst im kommenden Jahr. Für beides sind 2020 lediglich Planungskosten eingestellt.

Pachtvertrag wird nicht erneuert

Als neue Aufgabe kommt allerdings die Zukunft des Fußballer-Sportheims auf die Gemeinde zu. Die Abteilung hatte sich bereits vor vier Jahren aufgelöst. Der Ende des Jahres auslaufende Pachtvertrag wird nicht erneuert werden, informierte Herpich. Das Sportheim nicht sterben und nicht leer stehen zu lassen, forderte sofort Marita Gläßl (SPD). Während Reinhold Hofmann (CSU) vorschlug, eine Nutzung im Sinne der Senioren und der Bewirtung von Wanderern zu erwägen, sprach sich Tatjana Schmitt (CSU) dafür aus, den Raum für die Krabbelgruppe beizubehalten und für ein bis zwei Kindergruppen Sorge zur tragen.

Herpich spekuliert bei der Sanierung auf die Städtebauförderung. Er sieht eher keinen Grund, dass Theilheim mit einer Aktualisierung der Pläne zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) nicht wieder in die Städtebauförderung kommen könnte.

"Ein Thema, bei dem man es nicht allen recht machen kann", so Herpich, sei die Durchfahrts- und Parksituation in der Hauptstraße. Die Testphase mit den beidseitigen Parkplätzen zur Entschleunigung des Verkehrs endete im Februar. Dies beizubehalten und die entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung zu eingeschränkten Halteverboten außerhalb der eingezeichneten Parkflächen zu beantragen - die Grundlage zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten -  lag nun dem Gemeinderat als Beschlussvorschlag vor.

Die Verkehrskommission des Landkreises hatte etlichen alternativen Vorschlägen bereits Absagen erteilt hatte. So auch Marita Gläßls "großem Wunsch einer 30er-Zone", die aufgrund der überörtlichen Bedeutung der Hauptstraße nur bei sozialen Einrichtungen durchsetzbar wäre, zitiert Herpich das Landratsanmt. Gläßl: "Wir sollten dafür wirklich streiten und kämpfen". Am bestehenden Konzept wollte eine siebenstimmige Mehrheit von MTg und SPD vorerst nicht mehr rütteln. Auch Karoline Rufs Antrag, die für die Anwohner "gefährlichen Parkplätze" vor Haus Nummer 21 zu verlegen, folgte diese Mehrheit nicht.

Herpich will die Situation weiter beobachten und voraussichtlich auch die Verkehrsüberwachung dazu nehmen. Bei der Umsetzung des Konzeptes konsequent zu sein, war im Rat unter anderem von Bernd Endres (SPD) eingefordert worden – auch für den Reißgarten, wo sich die Beschwerden über Autofahrern mehrten.

Die Parkplätze vor Hauptstraße 21 gelten als gefährlich für das Gehöft gegenüber.
Die Parkplätze vor Hauptstraße 21 gelten als gefährlich für das Gehöft gegenüber. Foto: Antje Roscoe

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Theilheim
  • Antje Roscoe
  • Autofahrer
  • Baumaßnahmen
  • CSU
  • Investitionen
  • Kreditaufnahmen
  • Planungskosten
  • SPD
  • Senioren
  • St. Johannes
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Verkehr
  • Verkehrsrecht
  • Verkehrsüberwachung
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!