Ochsenfurt

Stadtmarketingverein etabliert Ochsenfurt als Marke

Der neue Vorstand des Stadtmarketingvereins (von links): Vorsitzender Joachim Beck, Hannes Tietze, Kassier Elke Krapp, Herbert Gransitzki, Geschäftsführer Thomas Herrmann, stellvertretender Vorsitzender Christof Braterschofsky, Bürgermeister Peter Juks, Verwaltungsleiter Wolfgang Duscher, Anke Hartenstein-Stryjski und Stefan Müller.
Foto: CLAUDIA SCHUHMANN | Der neue Vorstand des Stadtmarketingvereins (von links): Vorsitzender Joachim Beck, Hannes Tietze, Kassier Elke Krapp, Herbert Gransitzki, Geschäftsführer Thomas Herrmann, stellvertretender Vorsitzender Christof ...

2016 war das Bewährungsjahr für den knapp zwei Jahre alten Stadtmarketingverein. Das sagte der Vorsitzende Joachim Beck zu Beginn der Jahresversammlung im Mainärztehaus. Die Gewerbetreibenden in Kleinstädten wie Ochsenfurt gingen einer nicht eben rosigen Zukunft entgegen, so die Einschätzung Becks. Den negativen Trend stoppen und umkehren – das ist Ziel und Aufgabe des Vereins.

„Die Städte, Händler und Gastronomen müssen sich etwas einfallen lassen“, sagte Beck. Denn das sei die Situation: Die Besucherzahlen in Ochsenfurt stiegen, aber der Umsatz gehe zurück. Die Touristen, die begeistert durch die Altstadt streiften, kauften nur wenig. Und der Gegner, gegen den die ortsansässigen Geschäftsleute zu kämpfen hätten, sei diffus und schwer zu greifen: der Online-Handel.

Dank der Aktivitäten des Stadtmarketingvereins sei Ochsenfurt aber auf dem richtigen Weg, glaubt Beck. Unter anderem mithilfe des aus dem Buchstaben „O“ hervorgegangenen und als Sprechblase ausgestalteten Markenzeichens sei Ochsenfurt dabei, sich als Marke zu etablieren.

Dazu trugen auch die von Geschäftsführer Thomas Herrmann näher beleuchteten Veranstaltungen des vergangenen Jahres bei. Die erfolgreichste sei die Ochsenfurter Musiknacht gewesen, so Herrmann.

Aber auch das Adventsgässle habe rund 12 000 Besucher angelockt.

Dazu informierte der Verein bei zwei Foren Mitglieder und interessierte Bürger über seine Arbeit. Joachim Beck hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit der gemeindeübergreifenden Allianz Maindreieck in Gestalt von Holger Becker hervorragend funktioniere, ebenso wie die mit der Stadt. Deren neue Leiterin der Tourist-Info, Anne Derday, war deshalb gebeten worden, einen kurzen Vortrag zum Thema Tourismus zu halten.

„Herr Herrmann und ich werden oft gefragt: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?“ sagte Anne Derday und beantwortete die Frage auch gleich: „Wir bündeln Leistungen.“ Als Leiterin der Tourist-Info ist Derday „Destinationsmanagementorganisatorin.“ Das Wortungetüm möchte im Grunde nur mitteilen, dass die Attraktionen des Ortes den Wünschen der Gäste entsprechend präsentiert werden. Und diese Wünsche, so Derday, sind sehr detailliert. „Der Gast weiß genau, was er will.“ Deshalb orientiere sich die Tourist-Info konsequent am Kunden. Was dort nun nicht mehr angeboten wird, ist eine aktive Zimmervermittlung.

Die Regularien der Versammlung waren schnell abgearbeitet: Nach dem sehr positiv ausgefallenen Bericht des Kassenprüfers Peter Wesselowsky wurde der Vorstand entlastet und anschließend neu gewählt. Vorsitzender bleibt demnach Joachim Beck, sein Stellvertreter wird Christof Braterschofsky. Elke Trapp bleibt Kassier, Schriftführer ist Tobias Meyer. Neu im Vorstand ist Herbert Gransitzki, der anstelle von Claudia Henkelmann gewählt wurde. Sie hatte darum gebeten, von ihrem Amt entbunden zu werden. Weiterhin gehören Stefan Müller, Anke Hartenstein-Stryjski und Hannes Tietze dem Vorstand an, sowie kraft Amtes Bürgermeister Peter Juks und Verwaltungsleiter Wolfgang Duscher.

Aus den Reihen der Mitglieder kamen Fragen zu alt bekannten, deshalb aber nicht weniger aktuellen Themen, etwa die nach dem Sachstand beim Wohnmobilstellplatz. Der sei nicht vergessen, sagte Bürgermeister Peter Juks. In allernächster Zeit sei jedoch nicht mit konkreten Schritten zu rechnen. Beim einen der in Frage kommenden Standorte, dem Festplatz, müsse erst einmal eine Entscheidung zur Entwicklung des Flockenwerks abgewartet werden. Auch beim anderen Standort östlich der neuen Mainbrücke könne sich erst nach der Sanierung Ende 2018 etwas tun.

Zur Frage nach dem Ausbau des Bahndamms zu einer Stadtpromenade sagte der Bürgermeister, dass in einem ersten Schritt der Bereich zwischen Flockenwerk und Centturm ausgebaut werden könne, nachdem die Stadt jetzt sämtlichen Grund besitzt. Zur Sprache kam auch wieder der Dauerbrenner „Parkplätze in der Altstadt.“ Gerhard Voit befürchtet, dass ohne genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Geschäfte bald sämtliche Kaufkraft aus der Innenstadt abwandern werde. „Bald gehen die Lichter aus“, prophezeite Voit.

Bei Joachim Beck rennt er mit seinem Vorschlag offene Türen ein. Der Vorsitzende zeigte eine Skizze mit schräg angeordneten Parkplätzen zwischen der Altstadtdrogerie „Ihr Platz“ und der Stadtapotheke. So könnten Beck zufolge Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Allerdings solle damit auch mehr Grün in der Altstadt einhergehen.

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