WÜRZBURG

Straba-Linie 6 als heißes Thema im „Stadtgespräch“

(aj) Es geht nicht mehr um das Ob. Auch das Wie ist, was den Verlauf der Trasse angeht, weitestgehend geklärt. Dennoch sind beim geplanten Bau der neuen Straßenbahnlinie 6 von der Innenstadt ans Hubland noch viele Fragen offen. Ihnen geht das nächste „Stadtgespräch“ von Main-Post und Rudolf-Alexander-Schröder-Haus am Mittwoch, 25.November, nach.

Äußerst ehrgeizig ist der Zeitplan, 2017 sollen die ersten Straßenbahnzüge bis zur Wendeschleife am Uni-Sportzentrum fahren. Was auch damit zu tun hat, dass Würzburg 2018 eine Landesgartenschau auf einem Teil der geräumten Leighton Barracks ausrichten möchte – mit Besuchern in Millionenzahl.

Eine Straßenbahn durch einen dicht besiedelten Innenstadtraum zu bauen ist nicht vergleichbar mit der Planung in einem freien Gelände. Wie etwa bei der Heuchelhoflinie oder deren Verlängerung nach Rottenbauer. Allein schon die Passage des Weltkulturerbes Residenz ist eine heikle Angelegenheit. Aber auch der Ringpark muss irgendwie durchquert werden. Dazu kommen Nadelöhre mit Eingriffen in den Straßenverkehr oder in Naturräume. Obwohl sie mit einem ÖPNV-Anschluss bedient werden, sind auch nicht alle Anlieger erfreut über Straba-Planungen vor ihrer Haustür.

Ein spannendes und informatives „Stadtgespräch“ scheint garantiert. Es findet erneut nicht im RAS-Haus, sondern im Saalbau Luisengarten (Martin-Luther-Str.1) statt und beginnt um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr). Im ersten Teil diskutiert Moderator Andreas Jungbauer (Main-Post) am Podium mit den kompetenten Gästen.

WVV-Geschäftsführer und Straßenbahnchef Thomas Schäfer wird das Großprojekt erläutern, einen kurzen Animationsfilm zeigen und aktuellste Pläne mitbringen. Ein ausgewiesener Straßenbahn-Experte ist Thomas Naumann. Er hat seit Mitte der 80er Jahre in der Nahverkehrsforschungsgesellschaft des Bundes mitgearbeitet und war an etlichen Straßenbahn-Vorhaben beteiligt – unter anderem am ersten Straba-Neubau durch ein Weltkulturerbe in Deutschland, die Potsdamer Schlösser- und Gärtenlandschaft.

Große Rücksichtnahme bei der Linie 6 auf die Würzburger Residenz und die Balthasar-Neumann-Promenade mahnt der Verschönerungsverein an, wendet sich aber nicht grundsätzlich gegen den Bau. Zu Gast ist am Mittwoch der Kunsthistoriker und Vereinsvorsitzende Stefan Kummer. Wie eine so komplexe Planung möglichst zügig umgesetzt werden kann und wo mögliche Fallstricke im Genehmigungsverfahren lauern – das wird im „Stadtgespräch“ Heiko Brückner, Sachgebietsleiter bei der Regierung von Unterfranken, erläutern. Im zweiten Teil des Abends können die Besucher Fragen stellen und mitdiskutieren.

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