Kirchheim

Teil der Bruchsteinmauer am Moosbach ist eingestürzt

Auf einem Teilstück ist die alte Bruchsteinmauer am Moosbach eingebrochen.
Auf einem Teilstück ist die alte Bruchsteinmauer am Moosbach eingebrochen. Foto: Ammon

Der Moosbach wird an vielen Stellen von einer alten Bruchsteinmauer gesichert. Sie ist jedoch seit längerem an mehreren Stellen sanierungsbedürftig. Mitte Februar ist schließlich ein Stück der Stützwand am Rothweg hinter der Gärtnerei Michel eingebrochen. Was für frühere Generationen das Mittel der Wahl war, ist heute mit erheblichen Kosten verbunden: Ein Neubau der Mauer kommt nach einer Schätzung auf 4000 Euro je Meter. Es sind zudem eine regelmäßige Überprüfung des Bauwerks und die Unterhaltung nötig.

Es gibt nun Überlegungen, auf die Mauer ganz zu verzichten, hieß es im Gemeinderat Kirchheim. Dies wäre möglich, wenn der Bach verlegt und naturnah umgestaltet wird, ähnlich, wie dies in Kirchheim-Süd am Supermarkt geschehen ist. Dann würde eine Böschung ausreichen, um den Rothweg abzustützen. Auf diese Weise hat die Gemeinde bereits den Durchlass an der Straße zur Egenburg erneuert und so ein aufwendiges Bauwerk vermieden. Der Vorteil dieser Lösung wäre, erläuterte Bürgermeister Björn Jungbauer, dass es vermutlich möglich ist, Fördermittel zu bekommen. Die Maßnahme könnte dem Hochwasser- und dem Naturschutz dienen.

Damit würde eine Großteil der Kosten, die sich bei einer Verlegung auf 100 Metern Länge auf rund 410 000 Euro belaufen dürften, übernommen. Allerdings ist noch unklar, inwiefern weitere Kosten zu erwarten sind. Auch befindet sich ein benötigtes Ufergrundstück in Privateigentum. Eine weitere Variante, die im Gemeinderat diskutiert wurde, sieht vor, den Bach mit großen Muschelkalk-Quadern abzustützen. Dafür würden 230 Blöcke mit einem Gewicht von 1100 Tonnen benötigt. Die Kosten wären deutlich geringer. Hierfür gibt es jedoch keine Fördermittel.

Das betroffene Teilstück haben die Mitarbeiter des Bauhofs provisorisch gesichert, mit Planen abgedeckt und abgesperrt. Der Gemeinderat hat die Entscheidung vorerst aufgeschoben. Über ein Planungsbüro sollen zunächst noch genauere Informationen eingeholt werden. Auch im weiteren Verlauf in Richtung Burkardstraße befindet sich die Mauer zum Teil in einem schlechten Zustand. Hier gibt es ein weiteres Teilstück, das einzustürzen droht und daher unter Beobachtung steht. Auch hier muss in absehbarer Zeit wohl etwas geschehen.

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