Ochsenfurt

Trotz Corona: Über 2200 Besucher bei der Ochsenfurter Hundemesse

Vier Monate nach dem ursprünglichen Termin konnte die Hundemesse in Ochsenfurt nun doch stattfinden. Organisator Jürgen Lucas erzählt, was in diesem Jahr anders war.
Für alle Vierbeiner stand auf der Ochsenfurter Hundemesse ein Planschbecken bereit.
Für alle Vierbeiner stand auf der Ochsenfurter Hundemesse ein Planschbecken bereit. Foto: Ivana Biscan

Beinahe hätte die Ochsenfurter Hundemesse in diesem Jahr ausfallen müssen. Denn am ursprünglich geplanten Veranstaltungstermin im Mai war die Corona-Pandemie gerade auf ihrem Höhepunkt. Verzichten mussten Hundefreunde trotzdem nicht auf die Messe – nur ein bisschen Geduld haben. Denn Organisator Jürgen Lucas hielt an seinen Plänen fest und arbeitete ein Hygienekonzept aus. Am Wochenende konnte die Messe nun deshalb mit rund vier Monaten Verspätung doch noch stattfinden. Im Interview erzählt Lucas, was in diesem Jahr anders war als sonst und warum die Aussteller sogar von den Hygienemaßnahmen profitiert haben.

Frage: Nach vielen Wochen Vorbereitung ist die Hundemesse jetzt vorbei. Können Sie nun erst einmal durchschnaufen?

Jürgen Lucas: Wir sind gerade noch mit dem Abbau beschäftigt, aber natürlich bin ich froh, dass alles so gut über die Bühne gegangen ist. Aus meiner Sicht war es eine sehr harmonische Messe. Daran hat auch Corona nichts geändert. Im Gegenteil: Die Besucher haben sich gut an die Vorgaben gehalten. Es ist besser gelaufen, als ich gedacht hätte.

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3. Hundemesse in Ochsenfurt

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Was war denn in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders als sonst?

Lucas: Corona war für uns ein wahnsinniger Aufwand. Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht und ein Hygienekonzept ausgearbeitet, das wir dem Landratsamt Würzburg vorgelegt haben. Das wurde auch beinahe eins zu eins so genehmigt. Wir haben dieses Jahr die Fläche der Messe verdoppelt. Außerdem hatten wir ein Einbahnstraßensystem und immer nur 400 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände. Das ist aber im Prinzip gar nicht aufgefallen. Den Ausstellern kam das sogar zu Gute, weil sie so mehr Zeit für die einzelnen Beratungsgespräche hatten. Außerdem galt Maskenpflicht auf dem ganzen Platz.

Welchen Reiz hat denn aus Ihrer Sicht eine Hundemesse? Ist diese nur für Hundebesitzer interessant?

Lucas: Uns ist es wichtig, gerade den Menschen, die sich einen Hund zulegen möchten, Aufklärung zu bieten. Wir wollen verhindern, dass sich Leute einen Hund holen, weil sie ihn besonders süß finden, obwohl die Rasse gar nicht zu ihnen passt. Dann landen die Tiere ganz schnell im Tierheim. Wir hatten zum Beispiel Hundetrainer und Tierschutzorganisationen vor Ort, die sich damit auskennen und die Besucher beraten können.

Jürgen Lucas organisierte die dritte Ochsenfurter Hundemesse auf den Mainwiesen.
Jürgen Lucas organisierte die dritte Ochsenfurter Hundemesse auf den Mainwiesen. Foto: Claudia Schuhmann
Aber es kommen auch viele Besucher, die schon einen Hund besitzen.

Lucas: Ja. Hundebesitzer können sich bei uns anschauen, was man mit seinem Tier so machen kann. Es gab zum Beispiel Agility-Vorführungen. Das ist ein Hundesport, der nicht nur den Hund, sondern auch den Besitzer fordert. Außerdem hatten wir die Rettungshundestaffel vor Ort, die auch immer neue Mitglieder sucht. Dazu kommen Aussteller, die alles da haben vom einfachen Halsband, über Futtermittel bis zum Geschirr.

Gibt es schon Pläne für das kommende Jahr?

Lucas: Da halte ich mich noch zurück. Wir lassen das jetzt erst einmal sacken und dann werden wir überlegen, wie es weitergehen soll. Wir haben uns bisher jedes Jahr gesteigert. Diesmal hatten wir über 2250 Besucher, das sind wieder mehr als im Vorjahr – trotz Corona. Aber genaue Pläne für die Zukunft haben wir noch nicht.

Abstand halten: Organisator Jürgen Lucas hat ein Hygienekonzept für die Messe erarbeitet.
Abstand halten: Organisator Jürgen Lucas hat ein Hygienekonzept für die Messe erarbeitet. Foto: Ivana Biscan

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