Würzburg

Über 2500 Menschen Erste-Hilfe beigebracht

Zu Beginn der Malteser Stadtversammlung feierte Stadtseelsorger Pfarrer Bernhard Stühler einen Wortgottesdienst, der ebenfalls live übertragen wurde.
Foto: Joachim Gold | Zu Beginn der Malteser Stadtversammlung feierte Stadtseelsorger Pfarrer Bernhard Stühler einen Wortgottesdienst, der ebenfalls live übertragen wurde.

Die Jahreshauptversammlung der Malteser Würzburg fand aufgrund von Corona erstmals als Online-Veranstaltung statt. Zu Beginn der Stadtversammlung feierte Stadtseelsorger Pfarrer Bernhard Stühler mit den wenigen in der Dienststelle anwesenden Führungskräften unter dem Leitsatz „Fürchtet euch nicht“, dem Malteser Jahresthema 2020, einen Wortgottesdienst, der ebenfalls live übertragen wurde.

Im Jahresbericht konnte der ehrenamtliche Stadtbeauftragte Joachim Gold auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Die Malteser haben über 2500 Menschen in über 170 Kursen Erste-Hilfe beigebracht.

Im Integrationsdienst waren 52 Helferinnen und Helfer aktiv, davon elf ehemalige Geflüchtete und sechs Schülerinnen und Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnaisums. Sie betreuten in insgesamt rund 2100 Stunden einzelne Geflüchtete oder engagieren sich in einem der zahlreichen Gruppenangeboten für geflüchtete Frauen und Männer, heißt es in einer Pressemitteilung der Malteser. 32 Ehrenamtliche im Besuchsdienst schenkten über 4000 Stunden Zeit für einsame Senioren in Altenheimen und zuhause, 105 Hospizhelferinnen und -helfer taten dies in über 5000 Stunden bei sterbenden und trauernden Menschen.

Im „Blaulichtbereich“ trug der Sanitätszug mit mehr als 10 000 geleisteten ehrenamtlichen Stunden auf rund 250 Sanitätsdiensten und diversen Akuteinsätzen der Schnelleinsatzgruppen genauso zum Erfolg des Stadtverbandes bei wie der Fernmeldezug, der auf 34 Einsätzen 1250 Ehrenamtsstunden leistete, und der Schwesternhelferinnenzug, der 750 ehrenamtliche Einsatzstunden zu vermelden hatte.

Besonders freute den Stadtbeauftragten, dass mit dem Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen, der seit 2017 unterwegs ist, „in bester Art und Weise Hospizdienst und Sanitätsdienst zusammen-arbeiten“, so Gold. Durchschnittlich einmal im Monat konnte 2019 ein Wunsch eines Sterbenden erfüllt werden. So ging es mehrfach mit den Gästen ins heimische Wohnzimmer, aber eben auch einmal an die Ostsee.

Jüngster Spross der Ehrenamtsfamilie der Malteser Würzburg sind die Therapiebegleithundeteams, die seit Herbst 2019 in verschiedenen Alten- und Pflegeheimen und im Juliusspital Hospiz mit ihren Hunden unterwegs sind, um den Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

„Wir können sehr stolz sein auf das, was unsere 600 Ehrenamtlichen in diesem Jahr in ihrer Freizeit geleistet haben!“ fasste der Stadtbeauftragte Joachim Gold das Jahr 2019 zusammen. „Bei den 30 000 Ehrenamtsstunden sind ja die vielen vielen Stunden, die die Führungskräfte mit Planung, Motivation, Nachbereitung und natürlich auch Verwaltung verbringen, noch gar nicht eingerechnet“, so Gold weiter.

Einnahmen eingebrochen

Auf das Jahr 2020 blickt er allerdings jetzt schon mit Sorge: Corona-bedingt sind Einnahmen zum Beispiel aus Erste-Hilfe-Kursen, aber vor allem auch aus Sanitätsdiensten wegen abgesagter Veranstaltungen komplett eingebrochen. „Da werden wir mehr denn je auf die Hilfe der Würzburger Bevölkerung angewiesen sein, unser Engagement im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst auch finanziell zu unterstützen“, endet die Mitteilung

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