WÜRZBURG

Ultramarathonläufer Florian Reus ist Sportler des Jahres

Sportler des Jahres: Der Ultramarathonläufer Florian Reus hat 2012 und 2013 im 24-Stunden-Lauf insgesamt drei Europameister- und einen Weltmeistertitel gewonnen.
Foto: Laufgemeinschaft Würzburg | Sportler des Jahres: Der Ultramarathonläufer Florian Reus hat 2012 und 2013 im 24-Stunden-Lauf insgesamt drei Europameister- und einen Weltmeistertitel gewonnen.

So spät wie nie zuvor hat die Stadt am Mittwoch ihre erfolgreichsten Sportler des Jahres geehrt – die des Jahres 2013, wohlgemerkt. Grund war unter anderem die Kommunalwahl im März, sagte Sportreferent Muchtar Al Ghusain, der im voll besetzten Ratssaal um Nachsicht bat: „Nächstes Jahr werden wir das wieder deutlich früher machen.“

So kommt es, dass sich der „Sportler des Jahres“ mit seinem Titel eigentlich nur noch 27 Tage schmücken kann: „Das ist schade für Florian Reus“, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Würzburger Sportvereine (VWS), Christoph Hoffmann. Florian Reus von der Laufgemeinschaft Würzburg ist in der zwölfjährigen Geschichte der Auszeichnung der erste Leichtathlet, der zum „Sportler des Jahres“ gekürt wird. Der Ultramarathonläufer hat 2012 und 2013 insgesamt drei Europameister- und einen Weltmeistertitel gewonnen – und zwar im 24-Stunden-Lauf.

Die Bestleistung des 30-Jährigen liegt bei knapp 262 gelaufenen Kilometern in 24 Stunden, aufgestellt bei seinem ersten EM-Titel 2012. Das sind im Schnitt knapp 11 Kilometer pro Stunde im Schnitt ohne Pause: „Eine für mich unvorstellbare Leistung“, sagte OB Christian Schuchardt. Reus sei „ein echtes Aushängeschild unserer Stadt“.

Da applaudierte auch der inzwischen 12-fache Schwimmweltmeister Thomas Lurz, der fünfmal zum Würzburger Sportler des Jahres gewählt wurde. Mit seinen Leistungen im Jahr 2013 wäre der erfolgreichste Freiwasser-Schwimmer aller Zeiten auch heuer wieder ein würdiger Kandidat gewesen: Er stand bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr viermal auf dem Siegertreppchen, darunter waren die WM-Titel Nummer elf und zwölf seiner einzigartigen Karriere.

Lurz erhielt als prominentester Teilnehmer der Sportlerehrung – wie jedes Jahr – eine Goldmedaille. Sein SV 05 Würzburg war mit 19 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen wieder der erfolgreichste Verein. Die Bandbreite bei der Sportlerehrung wird derweil von Jahr zu Jahr größer: Es waren mit Lacrosse und Ultimate Frisbee zwei neue Sportarten dabei.

„Die Würzburger Sportszene ist in Bewegung. Frühere Trendsportarten etablieren sich mehr und mehr“, sagte Schuchardt, der jedem Geehrten persönlich gratulierte. Der OB hob auch die tolle Entwicklung im Behinderten- und Inklusionssport hervor – zahlreiche behinderte Sportler des Gehörlosen-Sportvereins, des Vitalsportvereins und der Verein der Rollstuhlfahrer mit seinem 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Elektrorollstuhl-Hockey erhielten ebenfalls die verdiente Anerkennung

Grundlage der vielen Topleistungen ist für Schuchardt unter anderem die stabile Förderung der Sportvereine: Knapp 2,1 Millionen Euro städtische Zuschüsse hat der Würzburger Sport 2013 für Übungsleiter, Betriebskosten, Nachwuchsförderung und den Bau und die Sanierung von Sportstätten erhalten. „Der Stadtrat hat immer ein offenes Ohr für die Belange der Sports“, betonte Schuchardt: „Im Gegenzug erfüllen die Vereine wichtige gesellschaftliche Aufgaben und entlasten die Stadt erheblich.“

Über ein Drittel aller Würzburger sind in Sportvereinen organisiert. Zwei von ihnen erhielten bei der Sportlerehrung besondere Preise für ihr vielfältiges Engagement: Rainer Brauner von der Rhönrad-Abteilung der TG 1848 Würzburg konnte als „Vorbildlicher Sportler“ die schwere Bronzestatue „Athena“ in Empfang nehmen. Der 48-Jährige war früher einer der erfolgreichsten Rhönrad-Turner des Vereins auf nationaler und internationaler Ebene und gibt heute seine Erfahrungen als Trainer an jüngere Generationen weiter.

Die Verdienstmedaille für seinen großen ehrenamtlichen Einsatz auf Würzburger, unterfränkischer und bayerischer Ebene vor allem im Bereich des Inklusionssports erhielt Thomas Bösch, der zweite Vorsitzende des Vitalsportvereins.

Der OB zählte in seiner Laudatio für Bösch eine lange Liste von Tätigkeiten auf, unter anderem als Übungsleiter im Torball für Blinde, Leiter von Skikursen für behinderte und nicht behinderte Jugendliche und Abteilungsleiter Blindensport des Bayerischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands.

 

Sportlerehrung

Sportler des Jahres: Florian Reus (Laufgemeinschaft Würzburg)

Verdienstmedaille: Thomas Bösch (Laufgemeinschaft Würzburg)

Bronzestatue Athena: Reiner Brauner (Turngemeinde Würzburg)
 

Akademischer Ruderclub: Jürgen Cleve, Peter Ehinger, Andreas Holz, Petra Ehinger, Alexander Dennda, Joachim Agne, Gundi Woll, Konstantin Steinhübel.

American Sport Clubs: Graziella Albert, Milena Bechold, Sarah Göbel, Anna Brönner, Mariam Dieler, Carmen Förster, Melissa Häring, Marian Hauck, Kerstin Hauck, Julia Jungnickel, Marcia Kamm, Miriam Kees, Jette Lembach, Michaela Mrasek, Karola Pfanzer, Sophia Purmann, Doris Roßner, Sabrina Schenk, Lisa Schlagbauer, Melanie Syed, Laura Werner, Nathalie Koch.

Bogenschützen Oberdürrbach: Gerhard Endres, Edgar Scheiner.

Bowlingverein: Erich Katzensteiner, Wolfgang Gürz, Thomas Gürz, Kurt Bauer.

DJK: Birgit Barina, Peter Reich.

Freie Turner: Colleen O'Connor, Markus Köhler.

Gehörlosen Sportverein: Jörg Werner, Michael Wehner, Waldemar Fliemann, Kevin Mac Neil, Matthias Saal, Daniel Brückner, Kai Classen, Benjamin Mac Neil, Marco Ries, Roberto Scheuerer, Kai Niklas, Konstantin Remlein, Christoph Bischlager, Jochen Gräf, Roland Seßler, Fredy Dinkel.

Hockey- und Tennisclub: Max Bärtlein, Philip Begau, Jonathan Bernetz, Julian Bleibaum, Niklas Burger, Lukas Gövert, Markus Günther, Kevin Halmans, Christian Hoffmann, Dominik Lehrieder, Johannes Schanzer, Jonathan Schröter, Christoph Skutschik, Andreas Spitz, Maximilian Spitz, Maximilian Voigt, Daniel Weißenfels.

Königlich privilegierte Hauptschützengesellschaft: Steffen Tuscheerer, Wolfgang Virsik.

Laufgemeinschaft Würzburg: Theo Bieber, Rainer Koch, Adam Zahoran, Lutz Fürchow, Georg Braungart, Marcus Wieser, Florian Reus.

Reit- und Fahrsportverein: Jacqueline Koser.

Schwimmverein Würzburg 05: Karoline Degenhardt, Isabell Neumann, Anine Hell, Markus Unsleber, Michael Kalas, Johannes Moldan, Tobias May, Tobias Heining, Felix Hohm, Jan Diekow, Jakob Markowski, Sebastian Gress, Vincent Thiemann, Daniela Wachtel, Amelie Ebert, Alina Jungklaus, Lukasz Wojt, Susanne Dörries, Svenja Zihsler, Max Werkmeister, Leonie Beck, Lena Kalla, Thomas Lutz, Sören Meissner.

SV Oberdürrbach: Gerhard Mende, Johannes Aumüller, Dennis Benz, Georg Knebl, Wolfgang Heindl, Florian Pommert, Franziska Freudenberger, Christian Bold.

Tauchsportgruppe Würzburg: Frederik Endres, Carolina Fricker, Daniel Hassak, Pascal Seubert.

TSV Grombühl: Elke Reute.

Turngemeinde Würzburg: Samuel Aßmann, Sebastian Böck, Fabian Müller, Martin Beck.

Vitalsportverein: Martina Heym, Sarah Hofmann, Tobias Teschner, Sven Lotter, Manuel Beck, Ramon Pryssok, Jens Pleier, Mikel Preul, Güngör Bayram, Bernd Bergmann, Annika Gerspitzer, Christoph Hoffmann, Christina Dreßel, Sebastian Schäfer, Marcel Heim, Sebastian Hofmann, Carina Bindhammer, Julitta Harus, Ansgar Lipecki, Achim Altheimer, Nadja Schumacher, Patrick Sommer, Enrico Göbel, Franziska Liebhardt.

Verein der Rollstuhlfahrer: Marco Gerhardt, Swen Haas, Vadim Lobanow, Sandra Steiner, Markus Wahlich, Marcel Weckesser, Christoph Wendel, Julian Wendel.

Würzburg Disc-o Fever: Fredericke Partsch.

Würzburger Ruderverein Bayern: Dietmar Hamberger, Hermann Krimmer.

Premiere: Oberbürgermeister Christian Schuchardt (links) bei seiner ersten Sportlerehrung im Ratssaal. Unter anderem zeichnete er (von links) Florian Reus (Sportler des Jahres), Rainer Brauner (Vorbildlicher Sportler) und Thomas Bösch (Verdienstmedaille) mit Sonderpreisen aus. Rechts im Bild: Sportreferent Muchtar Al Ghusain und Sportamtsleiter Jens Röder.
Foto: Patrick Wötzel | Premiere: Oberbürgermeister Christian Schuchardt (links) bei seiner ersten Sportlerehrung im Ratssaal. Unter anderem zeichnete er (von links) Florian Reus (Sportler des Jahres), Rainer Brauner (Vorbildlicher ...
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