Frickenhausen

Umgestaltung des Mainufers in weiter Ferne

Die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde werden schon fast allein durch die laufenden Großprojekte Feuerwehrhaus und Kindergartensanierung ausgeschöpft. So muss manches andere auf Sparflamme gekocht werden. Das gilt auch für Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung. 120 000 Euro insgesamt werden für das kommende Jahr als Bedarf bei der Regierung von Unterfranken angemeldet. So hat es der Gemeinderat Frickenhausen einstimmig beschlossen.

Davon entfallen 70 000 Euro auf die Sanierung der Mariensäule am  historischen Rathaus. Hierzu könnte es gegebenenfalls eine Förderung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geben. 50 000 Euro sind für das kommunale Förderprogramm geplant. Mit diesem möchte die Gemeinde privaten Hausbesitzern im Sanierungsgebiet – das ist im Wesentlichen der Altort – finanziell unter die Arme greifen, wenn sie Sanierungen vornehmen, die dem Denkmalschutz und der örtlichen Gestaltungssatzung entsprechen.

Weiter 50 000 Euro jährlich

Für das Förderprogramm sollen bis 2024 weiterhin 50 000 Euro jährlich eingeplant werden.  Für das Jahr 2022 ist dies auch der einzige Betrag, der momentan drin steht. In der Projektion für 2023 finden sich 75 000 Euro hauptsächlich für die Sanierung der Fassaden am Ochsenfurter Torturm. Vor einigen Jahren wurden schon große Pläne für eine umfassende Umgestaltung des Mainufers erstellt. Das Bündel von Einzelmaßnahmen, das mit einem sechsstelligen Betrag veranschlagt ist, einschließlich des Zuweges zu einer möglichen Schiffsanlagestelle, wurde bis auf das Jahr 2024 verschoben.

Beim  Bau des neuen Feuerwehrhauses  an der Ochsenfurter Straße steht noch die Gestaltung der Außenanlagen an. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Zuschlag für das günstigste Angebot zum Preis von rund 38 000 Euro zu erteilen.

Wege in schlechtem Zustand

Einige Anfragen gab es in der Sitzung. Thomas Hufnagel wies auf den schlechten Zustand von Wirtschaftswegen hin. Bürgermeister Günther Hofmann sagte, es sei Kontakt mit Firmen aufgenommen worden, die auf betroffenen Strecken fahren. Schäden seien aufgenommen und fotografiert worden. An den Wegen müsse generell etwas gemacht werden. Michaela Meintzinger könnte sich ein Konzept zusammen mit dem Winzerverein vorstellen. Christopher Hofmann meinte, man sollte  die Steinbruchbesitzer mit heranziehen.

Matthias Ganz brachte ein Kernwegenetz im Rahmen der Kommunalen Allianz ins Spiel.  Reiner Laudenbach gab zu bedenken, dass dies bei der angedachten Art der Finanzierung in Frickenhausen nicht funktioniere. Armin Bund ergänzte, dass der Kernwegebau Grundstückserwerb erfordere. Es müsste praktisch eine "kleine Flurbereinigung" stattfinden. Dagegen gebe es Widerstand von Landwirten.

Armin Bund regte ein Bürgerenergiekonzept an. Im Altort können wegen des Denkmal- und Ensembleschutzes zwar keine Solaranlagen auf Häusern errichtet werden. Außerhalb gäbe es aber genügend Flächen dafür. Kathrin Pfeuffer fragte nach dem Sachstand der Kindergartensanierung. Bürgermeister Hofmann kündigte ein in Kürze bevorstehendes Gespräch mit dem Architekten über dieses Thema an. Nähere Einzelheiten zum Projekt könnten in der nächsten Sitzung erläutert werden. 

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Frickenhausen
Klaus Stäck
Denkmalpflege
Denkmäler
Fassaden
Hauseigentümer
Häuser
Regierung von Unterfranken
Reiner Laudenbach
Sanierung und Renovierung
Stadträte und Gemeinderäte
Städtebauförderung
Unterfranken
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)