WÜRZBURG

Unfall am Main-Ufer sorgt weiter für Gesprächsstoff

Eine Woche nach dem spektakulären Unfall, bei dem sich Mutter und Tochter glücklich durch das Seitenfenster ihres in den Main gestürzten Autos retten konnten, reißen die Diskussionen nicht ab. Es geht um die Sicherheit.
Am Dienstag versuchte das Peilschiff Sinus vom Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt das Unfallfahrzeug unterhalb der Alten Mainbrücke zu orten. Aber das Auto wurde zunächst nicht entdeckt.
Foto: FOTO T. obermeier | Am Dienstag versuchte das Peilschiff Sinus vom Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt das Unfallfahrzeug unterhalb der Alten Mainbrücke zu orten. Aber das Auto wurde zunächst nicht entdeckt.

An der Unfallstelle liegt die Fahrbahn knapp einen Meter neben dem Main, getrennt von einem 40 Zentimeter hohen Natursteinsockel oder nur durch eine sogar noch niedrigere Metall-Abgrenzung. Der Würzburger Arno Beuschlein, pensionierter Regierungsdirektor, kann sich erinnern, dass genau diese brisante Stelle bei der Regierung von Unterfranken als Aufsichtsbehörde in den 60er Jahren diskutiert worden sei.

Er selbst sei damals Mitarbeiter im Kommunalreferat gewesen. Man sei zu der Rechtsauffassung gekommen, dass eine Absicherung nötig sei. Die müsse so hoch sein, dass sie ein Auto nur mit hoher Geschwindigkeit überwinden könne. Rechtsgrundlage sei gewesen, dass derjenige, der öffentlichen Verkehr ermöglicht, zu größtmöglicher Sicherheit verpflichtet sei. Beuschlein glaubt, es habe an dieser Stelle einmal eine Absperrung gegeben.

Heribert Düthmann vom Baureferat der Stadt ist allerdings nichts bekannt, dass an der Unfallstelle in der Vergangenheit etwas abgebaut worden ist. Dafür hätte es keine Gründe gegeben, sagt er. Über die momentane Sicherheitslage will er sich nicht äußern. Wohl aber über die Zukunft. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der gesamten Mainpromenade für den besseren Hochwasserschutz werde sich die Situation ohnehin dort gravierend ändern.

Die Promenade wird in dem gesamten Bereich verbreitert und einen Meter in den Main hinein auskragen. Zwischen Straße und Main werde der Abstand dann 3,50 Meter betragen, am Fahrbahnrand ist eine Baum-Zeile geplant. Zum Main hin wird dann „natürlich“ der Fußgängerbereich mit einem Geländer abgesichert, das 80 Zentimeter hoch sein werde. Der neue Fußgängerbereich wird dann noch einmal durch ein Hochbord von der Straße abgesichert. Bis es soweit kommt, wird aber laut Düthmann noch ein halbes Jahr vergehen.

Online-Tipp

Die Dokumentation zu dem spektakulären Unfall gibt's im Internet: www.mainpost.de

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