Uni Würzburg: Grünes Licht für Biofabrikation

Symbolbild: Universität Würzburg
Foto: Patty Varasano | Symbolbild: Universität Würzburg

Die Pläne der Universität Würzburg für ein „Center of Polymers for Life“ (CPL) kommen weiter voran: Der Wissenschaftsrat hat das Neubauprojekt mit dem Prädikat „herausragend“ zur Realisierung empfohlen, berichtet die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) in einer Pressemitteilung. 

Die „Polymere fürs Leben“ sind für innovative Anwendungen in der Medizin gedacht. Polymere sind komplex aufgebaute Moleküle, die schon heute vielfach klinisch eingesetzt werden – als Knochenzemente, Blutgefäßstents oder synthetische Herzklappen. Weitere Innovationen für den Einsatz von Polymeren verspricht die Biofabrikation. Darunter versteht man automatisierte 3D-Druck-Prozesse, bei denen Polymere und lebende Zellen als „Biotinten“ gleichzeitig verarbeitet werden.

Entscheidung trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

„Das birgt die Möglichkeit einer automatisierten und standardisierten Herstellung funktionierender Gewebemodelle“, sagt JMU-Professor Jürgen Groll, Sprecher des CPL und Inhaber des Lehrstuhls für Funktionswerkstoffe der Medizin und Zahnheilkunde.

Auf Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrats trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern die abschließende Entscheidung über den Neubau. Die Finanzierung des Gebäudes wird dann jeweils hälftig vom Freistaat Bayern und dem Bund übernommen. 

23-Millionen-Euro-Projekt

Das neue Gebäude soll am Hubland neben dem Chemiezentrum angesiedelt werden. Vorgesehen ist eine Nutzfläche von über 1570 Quadratmetern, die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 23 Millionen Euro. Für Großgeräte und die Erstausstattung sind zusätzlich vier Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2020, die Fertigstellung ist für 2024 geplant.

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler gratulierte der JMU zu ihrem Erfolg: "Das Votum des Wissenschaftsrates ist ein deutlicher Beleg für die exzellente Spitzenforschung der Julius-Maximilians-Universität im Bereich der Biofabrikation." Mit dem neuen Forschungsbau böten sich den Wissenschaftlern über die verschiedenen Disziplinen hinweg hervorragende Rahmenbedingungen für eine eng vernetzte Forschungsarbeit.

"Die JMU kann auf den Gebieten Polymerchemie und Biofabrikation eine sehr große Expertise und internationale Sichtbarkeit vorweisen", sagt Universitätspräsident Alfred Forchel, der sich sehr über das Votum des Wissenschaftsrates freut.

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