Würzburg

US-Sondergesandte für Holocaustfragen spricht an der Universität Würzburg

Die US-Sondergesandte Cherrie Daniels war virtuell an der Universität Würzburg zu Gast.
Foto: Universität Würzburg | Die US-Sondergesandte Cherrie Daniels war virtuell an der Universität Würzburg zu Gast.

Das Projekt "Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz" (GSiK) der Universität Würzburg hatte Ende Februar die US-Sondergesandte für Holocaustfragen, Cherrie Daniels, im Rahmen einer virtuellen Diskussion zu Gast. Das Thema des Gesprächs sei die Bedeutung der Bekämpfung von Antisemitismus und eine historisch korrekte und angemessene Berichterstattung über den Holocaust gewesen, schreibt die Hochschule in einer Pressemitteilung. Der Vizepräsident der Universität Würzburg, Prof. Dr. Baris Kabak, sprach ein Grußwort.

Im Gespräch mit Jaakob Hansen, einem studentischen Mitarbeiter des GSiK, beschrieb Sondergesandte Daniels laut der Mitteilung ihre Arbeit, mit der sie Holocaustopfern und ihren Nachfahren Gerechtigkeit verschafft sowie das historisch korrekte Gedenken an den Holocaust und entsprechende Bildungs- und Forschungsarbeit fördert. Sie würdigte den proaktiven einjährigen Vorsitz Deutschlands in der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und lobte die dynamische Führung von Botschafterin Michaela Kuechler. Der deutsche Vorsitz, der in diesem Frühjahr ausläuft, hat zu wichtigen greifbaren Ergebnissen geführt.

Instrumente zur Bekämpfung antisemitischer Hassverbrechen

Daniels sprach laut Pressemitteilung auch über die Herausforderungen, die der weltweit zunehmende Antisemitismus mit sich bringt, sowie über die verfügbaren Instrumente zur Bekämpfung antisemitischer Hassverbrechen und anderer Formen von Diskriminierung. In Anerkennung der Tatsache, dass historisch korrektes Gedenken und Aufklärung als wesentliches Präventionsinstrument dienen, unterstrich sie das fortwährende Engagement der Vereinigten Staaten, der Verzerrung und Leugnung des Holocaust weltweit entgegenzuwirken.

"Es ist wichtig, dass alle Länder mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, um die Fakten zu schützen und dem zunehmenden Mangel an Wissen über den Holocaust zu begegnen. Eine entscheidende Aufgabe für Pädagog*innen und politische Entscheidungsträger*innen ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, nicht nur was geschehen ist, sondern auch wie es hat geschehen können", sagte Daniels. Sie betonte auch das langjährige überparteiliche Engagement für diese Ziele in den Vereinigten Staaten. Das US-Außenministerium werde die Aufklärung über den Holocaust und das Erreichen eines Maßes an Gerechtigkeit für Holocaustopfer, Überlebende und deren Familien weiterhin zu einer Priorität in seinem Engagement mit anderen Ländern machen.

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