Würzburg

Verbraucherzentrale legte Jahresbilanz vor

Über 1682 Ratsuchende hat die Würzburger Verbraucherzentrale 2019 beraten. Zusätzlich erteilten die Beraterinnen Christel Klein und Simone Rzehak knapp 3339 Kurzinformationen und Auskünfte. "Im Mittelpunkt standen dabei vor allem rechtliche Fragen wie beispielsweise zu Telefonverträgen, Inkassoforderungen oder Abo-Fallen", so die beiden Verbraucherschutzexpertinnen. Gefragt waren auch die Themen Versicherungen,  Altersvorsorge und Energiesparen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Online-Shopping, Online-Dating oder Streaming von Filmen und Serien – das Internet ist in-zwischen aus dem Alltag der meisten Verbraucher nicht mehr wegzudenken. "Doch es läuft nicht alles rund", sagt Simone Rzehak. So waren Fake-Shops, untergeschobene Abos beim Online-Dating oder Probleme mit Ticket-Zweithändlern nur ein Teil der Themen, mit denen die beiden Expertinnen in der Rechtsberatung zu tun hatten.

Anlässlich des alljährlichen Weltverbrauchertages am 15. März machte die Beratungsstelle auf eine Gefahr aufmerksam, die ständig wachse: der Identitätsdiebstahl im Internet. Davon spricht man, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien verwenden. "Mit Hilfe der erspähten Daten werden im Internet kostenpflichtige Abos abgeschlossen, Nutzerkonten eingerichtet oder Waren bestellt", erläutert Simone Rzehak. Die Verbraucherzentrale hält Tipps bereit, wie sich Verbraucher schützen können und was im Ernstfall zu tun ist.

Ärger mit Telefonverträgen

Unverständliche Rechnungen, untergeschobene Verträge und Probleme mit Drittanbietern – das waren nur drei von vielen Problemen mit Telefonverträgen. "Wenn sich Verbraucher an uns wandten, hatten sie oft bereits vergeblich versucht, ihre Rechte durchzusetzen", berichtet Christel Klein. Nicht selten wurden sie von den Unternehmen einfach hingehalten. "Mit individueller Beratung und durch konkrete praktische Tipps konnten wir vielen Betroffenen helfen. Und falls erforderlich führten wir eine außergerichtliche Rechtsvertretung durch, um die berechtigten Interessen der Verbraucher durchzusetzen", so Klein weiter.

Altersvorsorge im Zinstief

In Zeiten niedriger Zinsen ist die Altersvorsorge eine Herausforderung. Für Verbraucher war es schwer, sich im Produkte-Dschungel zu orientieren. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach einer persönlichen Beratung zur Altersvorsorge und Geldanlage, um sich über lohnenswerte Finanzprodukte Klarheit zu verschaffen. Auffällig waren die vielen Fragen zu Aktienfonds und ETF aber auch zu Riester und betrieblicher Rente.

Stark nachgefragt war die Beratung zum Energiesparen und zum energetischen Sanieren. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Heizungserneuerung und zu Photovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher. Viele Ratsuchende nutzen einen Beratungstermin in der Beratungsstelle, um sich beispielsweise individuell über sinnvolle Investitionen und Förderprogramme beraten zu lassen. Gefragt waren auch die verschiedenen Vor-Ort-Checks wie der Heiz-Check oder der Eignungs-Check Solar.

Persönliche Beratung wieder möglich

Wegen der Corona-Pandemie fand die Verbraucherberatung für längere Zeit online und telefonisch statt. Seit dem 1. Juli werden Verbraucher in der Würzburger Verbraucherzentrale in der Domstraße 10 wieder persönlich beraten. Die Beratung findet nur nach Termin statt, um volle Wartebereiche zu vermeiden, heißt es abschließend in der Mitteilung.

Eine Terminvereinbarung ist möglich unter Tel. (089) 55 27 940 oder online auf www.verbraucherzentrale-bayern.de. Dort gibt es weitere Informationen zum Beratungsangebot und den Preisen. Diese sind bis zum 31.Dezember entsprechend der Mehrwertsteuersenkung reduziert.

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