Theilheim

Verkehrsüberwachung dringend nötig

Für Fußgänger und Radfahrer sind die Wirtschaftswege Richtung Rottendorf und Gerbrunn nicht ungefährlich, weil sie in großer Zahl und mit unangemessenen Geschwindigkeiten von Autos befahren werden.
Foto: Antje Roscoe | Für Fußgänger und Radfahrer sind die Wirtschaftswege Richtung Rottendorf und Gerbrunn nicht ungefährlich, weil sie in großer Zahl und mit unangemessenen Geschwindigkeiten von Autos befahren werden.

Weitgehend einig ist man sich im Theilheimer Gemeinderat, dass Verkehrsüberwachung Not tut. Wie und zu welchem Preis, soll noch genauer ermittelt werden.

Vorgeschlagen war, der Zweckgemeinschaft zur Verkehrsüberwachung etlicher Gemeinden unter der Federführung von Gerbrunn beizutreten. Dass zumindest der ruhende Verkehr überwacht wird, sah Marita Gläßel (SPD) als "ganz dringend" an. Einen Kostenrahmen vermisste jedoch Bernhard Bell (CSU), der einwarf, dass die Polizei-Inspektion Würzburg-Land zur Verkehrsüberwachung verpflichtet sei und man nur hartnäckig genug darauf dringen müsse.

Kostendeckend sei es wohl für keine Gemeinde, vermutete Bürgermeister Thomas Herpich, der letztlich den Auftrag bekam, erst einmal die Modalitäten zu klären und auch, wie Holger Seefried (MTg) und Bernd Endres (SPD) meinten, bei der Nachbargemeinde Biebelried nachfragen sollte, deren Verkehrsüberwachung eine Alternative zur Gerbrunner Zweckgemeinschaft sein könnte.

Beschilderung fehlt noch

In der Hauptstraße fehlt zudem noch die Beschilderung zur den eingezeichneten Parkplätzen. Bis dahin seien sie so verbindlich wie Kinderkreidezeichnungen, verglich Herpich. Das Staatliche Bauamt habe ihm zugesagt, die Beschilderungsanordnung noch in diesem Jahr zu erledigen. Derweil verfolgten die Anwohner gerade bei Ausweichverkehr zu den häufigen Staus auf der Autobahn, womit Theilheim regelmäßig sehr belastet ist, noch ihre eigene Taktik. Wie Bell berichtete, werden nicht nur die eingezeichneten Parkplätze in der Hauptstraße genutzt. Das regelrechte Durchschlängeln mit häufigen Halts soll den Ausweichverkehr vergrämen.

Das Ende der Dümpfelstraße in Theilheim geht in eine Wirtschaftsweg über, für den die Durchfahrt verboten ist. Ausnahme: landwirtschaftlicher Verkehr, Anlieger und Fahrräder.
Foto: Antje Roscoe | Das Ende der Dümpfelstraße in Theilheim geht in eine Wirtschaftsweg über, für den die Durchfahrt verboten ist. Ausnahme: landwirtschaftlicher Verkehr, Anlieger und Fahrräder.

Massive Beschwerden kämen derweil aus der Dümpfelstraße, weil die Wirtschafts- und Fahrradwege nach Rottendorf und Gerbrunn regelmäßig und massiv als Abkürzung von Kraftfahrzeugen aller Art genutzt werden, informierte der Bürgermeister. Zugelassen sind sie für landwirtschaftlichen Verkehr und Anlieger – ansonsten ist die Durchfahrt verboten. Bei einer Begehung zu Straßenschäden habe Herpich kürzlich selbst erfahren, wie massiv und rabiat die Wege missbraucht werden.

Binnen etwa 20 Minuten außerhalb der Hauptverkehrszeit habe er 17 Fahrzeuge gezählt, noch dazu mit äußerst entschlossener und nicht selten gefährlicher Fahrweise für Fußgänger und Radfahrer. Herpich schätzt die Verstöße auf 200 Fahrzeuge morgens und das gleiche am Abend, weil die reguläre Straße Richtung Rottendorf ein Mehr von etwa acht Kilometern bedeuten würde. Inklusive Schwerlastverkehr sei die Belastung für die Anwohner damit nicht mehr im normalen Rahmen. Herpich kündigte an, belastbare Zahlen gewinnen zu wollen.

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