Würzburg

Verschönerungsverein: Bürgerengagement für Bäume in Würzburg

Viele Würzburger vermissen Bäume in der Stadt. Der Verschönerungsverein will welche pflanzen. Und hofft, dass viele beim Projekt "Neue Bäume für Würzburg" mitmachen. 
Vertreter der Stadt und des Verschönerungsvereins im Frühjahr am Sternplatz bei der Pflanzung einer Ulme als Ersatz für einen Ahornbaum, der gefällt werden musste.
Vertreter der Stadt und des Verschönerungsvereins im Frühjahr am Sternplatz bei der Pflanzung einer Ulme als Ersatz für einen Ahornbaum, der gefällt werden musste. Foto: Georg Wagenbrenner

"Wir merken, dass die Stadt immer wärmer wird und wir vermissen Bäume", erklärt Matthias Rothkegel, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Würzburg, warum der Verein eine große "Aufforstungsaktion" für die Stadt ins Leben ruft. Gemeinsam mit den Bürgern will der Verschönerungsverein mehr Grün in die Stadt bringen.  

Einst hat der Verschönerungsverein die kahlen Hänge um Würzburg begrünt

Mit Bürgern Bäume pflanzen hat beim 1874 gegründeten Verschönerungsverein Tradition. Denn mit Hilfe von großzügigen Spenden der Würzburger gelang es ihm damals die kahlen Hänge um Würzburg zu bepflanzen: Die Parkwälder am Nikolausberg um die Frankenwarte, im Steinbachtal und am Sieboldswäldchen hat der Verschönerungsverein angelegt.

War es damals der Wunsch nach stadtnaher Erholung, ist es heute der Klimawandel, der den Vorstand antreibt: "Der klimagerechte Umbau unserer Städte und Gesellschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit", sagt Rothkegel. Da Neupflanzungen von hitzeverträglichen Baumarten und deren Pflege enormen personellen und finanziellen Aufwand bedeuten, brauche das städtische Gartenamt Unterstützung bei der Aufgabe, die Aufenthaltsqualität in der Stadt dauerhaft durch mehr Bäume zu stärken.  

Plaketten mit dem Spendernamen

Mit dem Gartenamt hat der Vereinsvorstand ein Konzept erstellt, wo Bäume ersetzt werden, die in jüngster Zeit gefällt werden mussten und wo neue gepflanzt werden. "Wir übernehmen die Hälfte der Anschaffungskosten der 62 Bäume", erläutert Vermögensverwalter Michael Fridgen. Knapp 20 000 Euro stellt der Verschönerungsverein zur Verfügung. Die andere Hälfte soll durch Spenden finanziert werden. Pflanzung und Pflege übernimmt das Gartenamt.

Für 150 bis 250 Euro kann man die Pflanzung eines einzelnen Baumes unterstützen. Die Spender können auf Wunsch ihren Namen am Stamm auf einer Messingplakette vermerken lassen. Aber auch Kleinspenden sind mehr als willkommen, hier werden die Spender auf Wunsch auf einer, das Gesamtprojekt würdigenden Hinweistafel am Sieboldswäldchen erwähnt.

In der Innenstadt sind 26 Bäume geplant. Bereits gepflanzt wurde eine Ulme am Sternplatz und eine Allee aus 18 Vogelkirschen zwischen Zeppelinstraße und Wasserturm. Im Sieboldswäldchen sollen weiter fünf Ahornbäume und 13 Zedern gepflanzt und zwölf Bänke aufgestellt werden.  

Spenden für das Bürgerprojekt: Fürstlich Castell'sche Bank,  IBAN: DE 42 7903 0001 0000 0155 44, BIC : FUCEDE77, Stichwort „Neue Bäume für Würzburg“ 

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