WÜRZBURG

Viel Grün rund um die neue FH

Am 27. Juli entscheiden die Würzburger in einem Bürgerentscheid über das Schicksal der Fachhochschule. Die FH-Leitung ist froh über das Votum des Stadtrates, mit einem eigenen Ratsbegehren den Standort des geplanten Neubaus am Sanderheinrichsleitenweg zu verteidigen. Schützenhilfe kommt von der IHK.
Am Sanderheinrichsleitenweg soll die FH gebaut werden.
Foto: Quelle Stadt Würzburg / Grafik Jutta Glöckner | Am Sanderheinrichsleitenweg soll die FH gebaut werden.
Der Neubau in Form zweier ineinander geschobener L-förmiger Riegel soll mit 5112 Quadratmetern die Hauptnutzfläche der FH in Würzburg um fast die Hälfte vergrößern (Vergleich: Münzstraße 5648 Quadratmeter, Röntgenring 5804 Quadratmeter). Zwischen den beiden rund zehn Meter hohen Gebäudekörpern soll ein begrünter Innenhof angelegt werden. Stadtbaurat Christian Baumgart lobte vor der Presse die transparente, gegliederte Architektur, die sich in einem eigenen Wettbewerb durchgesetzt hatte: „Hier entsteht kein monolithischer Klotz.“

Von 21 000 Quadratmetern (Sondergebiet), die der Freistaat vor Jahren für das Projekt angekauft hat, werden 3870 Quadratmeter bebaut. Der Rest und weitere 3 300 Quadratmeter am so genannten Schlangensee sind per Bebauungsplan als Ausgleichsflächen gesichert. Behutsam ausgebaut wird, finanziert vom Freistaat, der Sanderheinrichsleitenweg. Dies hatte der Stadtrat ebenfalls schon vor Jahren beschlossen. Dabei soll auch ein Geh- und Radweg angelegt werden.

In einer Pressemitteilung hat die Fachhochschule am Donnerstag das Ratsbegehren begrüßt – als „klares Bekenntnis zur dringend notwendigen Erweiterung“. Unterstützung bekommt die FH von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Sie befürwortet den FH-Neubau und warnt vor den möglichen Folgen eines abweichenden Bürgerentscheids im Juli.

„Ein Stopp der Neubaupläne würde der Entwicklung des Wissenschaftsstandortes nachhaltigen Schaden zufügen“, meint IHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Jahn. Trotz Baurecht und Freigabe von 29 Millionen Euro durch den Freistaat sei das Vorhaben durch die Entwicklung auf dem Leighton-Areal unnötig emotionalisiert worden. „Wer das Neubauvorhaben zum jetzigen Zeitpunkt noch in Frage stellt, geht nicht nur verantwortungslos mit zugesagten staatlichen Fördermitteln um, sondern setzt auch den Ausbau der FH, rund 1000 zusätzliche Studienplätze und ein dichteres Netzwerk zwischen Universität und FH aufs Spiel“, so der IHK-Chef in einer Mitteilung. Wenn die Staatsregierung irritiert werde, indem man eine bedeutende Investition in den Wissenschaftsstandort Würzburger verzögert, könne nicht mehr erwarten, dass die Münchner Ministerien die Stadt und die Uni bei der Entwicklung des Leighton-Areals im erforderlichen Umfang unterstützen“, warnt die IHK. Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass mit dem geplanten FH-Neubau die Infrastruktur im Umfeld von Uni und FH spürbar verbessert werde, also auch die Stadtentwicklung am Würzburger Hubland nachhaltig profitiere.

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