Würzburg

Vorfreude auf den Maintal-Ultratrail

Thomas GumpertFoto: Th. Müller
| Thomas GumpertFoto: Th. Müller

Wer die Gesamtstrecke des dritten Maintal-Ultratrails (MTUT) schaffen will, sollte in diesen Tagen auf dem Höhepunkt seines Trainings sein. Am Samstag 24. September geht es zum dritten Mal über die 64,5 Kilometer lange Ultrastrecke mit 1690 Höhenmetern. Start für die Extremläufer ist um 7 Uhr auf dem Sportgelände des SV Veitshöchheim. Es gibt aber auch eine Basisvariante über 28 Kilometer mit Start um 9 Uhr. Die können sich zwei Läufer sogar teilen. Die traumhafte Strecke oberhalb des Maintals führt auf vielen Naturwegen und durch den Gramschatzer Wald. Veranstalter ist der SV Veitshöchheim. Dazu einige Fragen an Organisationsleiter Thomas Gumpert.

Frage: Herr Gumpert, wer diesen Trail über die gesamte Länge durchlaufen will, muss sich früh entscheiden und gut trainiert sein. Wie viele Läufer haben sich inzwischen schon angemeldet?

Thomas GUMPERT: Im Moment haben wir für Maintal-Ultratrail knapp 150 Anmeldungen, wobei sich 75 Läufer für die Ultra-Strecke angemeldet haben.

Für den dritten Lauf wurde auch in internationalen Publikationen geworben. Gibt es auch schon Anmeldungen aus dem Ausland?

GUMPERT: Wenn man alle Nichtbayern als Ausland bezeichnet, sind es viele. Spaß beiseite. Es wohnen bisher zumindest nur zwei Teilnehmerinnen nicht in Deutschland. Aber es sind Läufer aus Frankreich, Ukraine, Tschechien, Ungarn, Türkei und Italien als Nationalitäten vertreten.

Was macht den Reiz dieser Strecke aus?

GUMPERT: Die Strecken des MTUT sind nicht auf der Landkarte entstanden, sondern mehr oder weniger erlaufen worden. Man kann sagen, sie sind aus der Sicht eines Trail-Läufers entstanden, für den die Lust auf Laufen in der Natur das Allergrößte ist. Das sind Läufe, die sich absolut auf das Trail-Erlebnis konzentrieren.

Welche Altersklasse ist es, die sich diese Qual antut. Oder ist das keine Qual?

GUMPERT: Zunächst mal ist es keine Qual, sondern ein Genuss. Sicher ist es so, dass man bei einem Ultra-Trail Hochs und Tiefs erlebt. Aber genau das macht es doch aus. Sich an Grenzen heranzutasten und zu erleben, zu welchen Leistungen man im Stande ist. Und das durch eine von Abwechslungen geprägte Strecke, in der steile Anstiege, schnelle Downhills, schmale Singletrails und grandiose Aussichten für ständig neue Reize sorgen.

Dies ist auch der Grund, warum die erste Frage leicht zu beantworten ist. Dieses Laufgefühl wollen Läufer aus allen Altersklassen erleben, von AK20 bis hin zu AK70. Sie haben richtig gehört, unser ältester Läufer für den Ultra, Hans-Uwe Zietlow aus Dietzenbach, ist 1946 geboren. Die älteste Läuferin, Ulrike Kersting aus Zeven ist 1954 geboren.

Um auf dieser Riesenstrecke für die Sicherheit der Sportler zu sorgen, brauchen sie bestimmt viele Helfer. Wie viele haben Sie an diesem Tag im Einsatz?

GUMPERT: Es sind rund 60 Helfer an Verpflegungsstellen, Straßenübergängen und als Streckenposten unterwegs. Ohne sie könnten wir so eine Veranstaltung nicht stemmen. Ich möchte einen Dank an alle helfenden Hände richten. Zusätzlich sorgen die Johanniter für die gesundheitliche Versorgung der Teilnehmer. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Läufer absolut fit für solche Strecken sind, und außer Kleinigkeiten, wie zum Beispiel umgeknickt oder einer Blase gelaufen, Gott sei Dank nichts passiert ist.

Wer solche Strecken läuft, weiß in der Regel, auf was er sich einlässt. Haben Sie trotzdem einen Ratschlag?

GUMPERT: Der einzige Tipp den ich an diejenigen richte, die vielleicht das erste Mal einen Lauf mit vielen Höhenmetern angehen, wäre, langsam zu beginnen. Es ist was anderes als im Flachen zu laufen. Wie immer beim Laufen, wenn ich zu früh meine ganze Energie verbrauche, wird die Luft hinten raus dünn.

Gibt es viele Extremsportler auch im Bereich Würzburg?

GUMPERT: Das kann ich kaum beantworten. Ich denke eher, dass die Teilnehmer breit gestreut sind. Mich würde es freuen, wenn ein paar Marathonläufer sich mal trauen würden, eine solche Strecke zu wagen. Sicher muss man einen Traillauf anders angehen, aber unser Zeitlimit von 11 Stunden gibt jedem die Chance, sich hier mal zu probieren.

Sind Sie selbst schon einmal eine solche Strecke gelaufen oder gar noch mehr ?

GUMPERT: Ja, natürlich. Zum Beispiel den Rennsteig-Supermarathon oder den Zugspitz Ultra Trail. Dies war ja auch der Grund für die Idee, den Maintal-Ultratrail ins Leben zu rufen. Ich wollte unsere tolle Landschaft am Maindreieck, mit malerischen Ausblicken auf Weinberge und Maintal, auch anderen Trailern nahebringen.

Allerdings nicht nach dem Motto „höher, weiter und extremer“, wie es gerade bei Trails durch die Berge in Mode ist. Mit knapp 65 Kilometern und moderaten 1690 Höhenmetern bieten wir Ultra Laufgenuss pur.

Infos und Anmeldung: www.mtut.de

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