Ochsenfurt

Vorfreude auf ein Jahr in Ghana

Sarah Fuchs aus Ochsenfurt will nach ihrem Abitur ein Jahr lang zum Freiwilligendienst nach Ghana. Sie nimmt am Programm „Weltwärts“ teil und will sich innerhalb eines Projektes um Kinder und Jugendliche kümmern.
Foto: CLAUDIA SCHUHMANN | Sarah Fuchs aus Ochsenfurt will nach ihrem Abitur ein Jahr lang zum Freiwilligendienst nach Ghana. Sie nimmt am Programm „Weltwärts“ teil und will sich innerhalb eines Projektes um Kinder und Jugendliche ...

Viele Piekser mit der Nadel warten auf Sarah Fuchs. Bevor die 18-jährige Ochsenfurterin im Januar in den Flieger steigt, benötigt sie nämlich noch die eine oder andere Impfung. Sarah Fuchs nimmt am Programm „Weltwärts“ teil und wird ein Jahr lang in Ghana in einem Projekt für Kinder und Jugendliche mitarbeiten. Die Neugier und Vorfreude auf das westafrikanische Land sind groß.

„Afrika hat mich schon immer interessiert“, sagt die 18-Jährige. Und da sie soziale Arbeit studieren will, möchte sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und sich dort vorher eine Zeit lang engagieren. Sie stieß auf das staatlich geförderte Programm „Weltwärts“, das über verschiedene Entsende-Organisationen Aufenthalte in Ländern überall auf der Welt ermöglicht. Sarah Fuchs entschied sich für den AFS (American Field Service) und für das Land Ghana.

Ghana gilt als relativ sicheres Reiseland

Die Eltern seien von ihrer Wahl anfangs nicht übermäßig begeistert gewesen, verrät die Abiturientin. Mit Afrika würden oft Vorstellungen von Armut und Bürgerkrieg verbunden. Doch der AFS schickt niemanden in Kriegs- oder Krisengebiete. Das Auswärtige Amt schätzt Ghana „im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern“ als „relativ sicheres Reiseland“ ein. Und deshalb machen sich Sarah Fuchs und ihre Familie keine allzu großen Sorgen. Auch deshalb nicht, weil es vor Ort ein Büro des AFS gibt, an das sich Sarah Fuchs jederzeit wenden kann. Und Englisch ist auch Amtssprache, so dass sie keine Verständigungsprobleme fürchtet.

Die Ochsenfurterin hat sich schon umfassend informiert. Sie weiß, dass in Ghana statt Sommer und Winter Regen- und Trockenzeit auf sie warten, dass sie sich vor Malaria übertragenden Stechmücken hüten muss und dass viele Ghanaer zwar Fernsehen, WLAN und Smartphone besitzen, aber leider kein fließendes Wasser in der Wohnung haben. Ganz besonders freut sie sich auf die Menschen und deren Mentalität, die als locker und gastfreundlich beschrieben wird. „Ich finde es spannend, dass die Leute dort ein ganz anderes Leben führen als wir, aber trotzdem glücklich sind.“

Im Urlaub das Land erkunden

Die 18-Jährige wird vermutlich in der an der Atlantikküste gelegenen Hauptstadt Accra leben, und zwar in einer Gastfamilie. Noch weiß Sarah Fuchs nicht, welche Gastfamilie für sie vorgesehen ist und in welchem sozialen Projekt sie mitarbeiten wird. In jedem Fall aber wird es etwas mit Kindern oder Jugendlichen zu tun haben. Bei einem Vorbereitungswochenende in Heidenheim konnte sie mit Freiwilligen vom AFS sprechen, die bereits in Ghana waren und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Empfohlen wird, gerade in der Anfangszeit keinen allzu intensiven Kontakt zur Heimat zu suchen und sich statt dessen lieber voll und ganz auf das neue Land einzulassen.

30 Tage Urlaub wird Sarah Fuchs während ihres elfmonatigen Aufenthalts haben. Die Zeit möchte sie nutzen, um das Land kennen zu lernen. Ghana hat verschiedenartige Landschaften, von Wüsten über Bergen und Regenwälder bis hin zur Küstenregion. „Ein Jahr im Ausland bringt Eigenständigkeit und Verantwortungsbewusstsein“, sagt sie. In einem anderen Land könne man Erfahrungen machen, die man zu Hause nicht machen könne.

Erfahrungen für den Beruf sammeln

Diese Erfahrungen hofft die Ochsenfurterin nach ihrem Studium im Berufsleben einbringen zu können. Wie auch in Ghana möchte sie später in Deutschland mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Bevor sie zu ihrer Reise aufbrechen kann, versucht Sarah Fuchs noch Geld aufzutreiben. Das Programm „Weltwärts“ wird zwar zu drei Vierteln vom Staat gefördert, den Rest sollen die Teilnehmer aber möglichst selbst aufbringen. 2750 Euro versucht sie von Firmen, Politikern, Familie und Bekannten zu bekommen. Daneben ist die 18-Jährige auch selbst nicht faul. Derzeit arbeitet sie übergangsweise bei der Post.

Kontakt zu Sarah Fuchs per E-Mail unter sarah.fuchs10@yahoo.de

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Ochsenfurt
Claudia Schuhmann
Auswärtiges Amt
Erfahrungen
Reiseländer
Urlaub und Ferien
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!