Würzburg

Waldpädagogen: Fünf Tipps für Würzburger Familien im Lockdown

Im Lockdown fällt vielen Familien gerade die Decke auf den Kopf. Dabei bietet die Natur um Würzburg tolle Abwechslung. Die besten Tipps von Würzburger Natur-Experten.
Im Gramschatzer Wald warten laut Erlebniszentrum-Leiter Wolfgang Graf hinter jedem Baum und in jeder Pfütze Abenteuer für Kinder.
Foto: Julia Back | Im Gramschatzer Wald warten laut Erlebniszentrum-Leiter Wolfgang Graf hinter jedem Baum und in jeder Pfütze Abenteuer für Kinder.

Lockdown nervt! Vor allem für Familien mit kleinen Kindern, die sich neben Homeoffice und Kurzarbeit auch noch darum kümmern müssen, dass der Nachwuchs ausgelastet wird. Viele bewährte Aktivitäten wie Rodeln und Eislaufen fallen derzeit aus. Kein Problem, sagen Waldpädagogen aus der Region Würzburg – wenn man ein bisschen Schmutz verträgt und die folgenden Tipps beachtet.

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1. Diese Ausflugsziele in und um Würzburg empfiehlt der Bund Naturschutz

Das wichtigste zuerst: "In der Region Würzburg gibt es auch im Winter tolle Ausflugsziele", sagt Armin Amrehn vom Bund Naturschutz Würzburg. Etwa der Gramschatzer Wald bei Rimpar, der Walderlebnispfad im Guttenberger Forst bei Reichenberg sowie das Zeubelrieder Moor bei Ochsenfurt. Auch die Würzburger Mainwiesen eigneten sich für einen Ausflug. Wolfgang Graf, Leiter des Waldelebniszentrums Gramschatzer Wald, empfiehlt für spontane und kurze Ausflüge das Sieboldswäldchen und das Bismarckwäldchen in Würzburg.

2. Diese Natur-Aktivitäten für Familien sind in und um Würzburg möglich

Laut Graf, der im Gramschatzer Wald Waldpädagogen ausbildet, eignen sich Ausflüge in den Wald zunächst einfach zur Enstspannung: "Hier kann man nach einem langem Tag zu sich finden und mal nicht an Homeoffice und den eigenen Geldbeutel denken." Wer es gerne aktiver mag, könne sich auch einfach von seinen Kindern inspirieren lassen. Diese würden hinter jeder Pfütze und jedem Baumstumpf ein Abenteuer entdecken.

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Konkreter wird Armin Amrehn vom Bund Naturschutz. Vogelfreunden empfiehlt er das Zeubelrieder Moor bei Ochsenfurt. Dort ließen sich bei einem Spaziergang in den Hecken zahlreiche Vogelarten entdecken. Auch Krötenwanderungen ließen sich dort ab Ende Februar beobachten – genau wie beim Irtenberger Forst zwischen Kist und Großrinderfeld, im Würzburger Steinbachtal und im Guttenberger Wald.

3. So können Ausflüge für Kinder noch spannender gestaltet werden

Laut Armin Amrehn vom Bund Naturschutz werden Ausflüge mit kleinen Kniffen noch spannender.
Foto: Patty Varasano | Laut Armin Amrehn vom Bund Naturschutz werden Ausflüge mit kleinen Kniffen noch spannender.

Laut Amrehn lassen sich Ausflüge für Kinder mit kleinen Kniffen noch spannender gestalten: "Man sollte sich aktiv mit der Umgebung auseinandersetzen". Wenn Vögel in der Hecke beobachtet würden, biete es sich an, darüber zu sprechen, warum Vögel eigentlich genau dort säßen – nämlich um sich vor Wind zu schützen und weil es dort Nahrung gibt.

Bei kleinen Spielen wie "Blinde Kuh" könnten Bäume ertastet werden (etwa anhand der Rinde), so Amrehn. Wolfgang Graf vom Gramschatzer Wald empfiehlt zudem, gemeinsam Wolken durch die Baumkronen zu beobachten und darin die Formen von Tieren zu entdecken. Schön sei auch der Geruch herabgefallener Nadelzweige. In diesen tristen Zeiten rege dies die Fantasie an.

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4. Diese Ausrüstung sollten Familien in der Natur unbedingt dabei haben

Wolfgang Graf vom Gramschatzer Wald freut sich über Besuch von Familien in 'seinem' Wald.
Foto: Irene Konrad | Wolfgang Graf vom Gramschatzer Wald freut sich über Besuch von Familien in "seinem" Wald.

Es braucht nicht viel, um für einen Ausflug in die Natur gerüstet zu sein. Amrehn empfiehlt im Wald wasserfeste Schuhe sowie warme Jacken. Auch an ausreichend Trinkwasser solle gedacht werden. Außerdem könnten kleine Sachbücher mit Bildern im Wald nützliche Informationen bieten. "Kreative Menschen können zudem ein Notizbuch mitbringen und die Ruhe im Wald nutzen, um ihre Gedanken aufzuschreiben, ergänzt Wolfgang Graf.

5. Darauf sollte bei Ausflügen in der Natur Rücksicht genommen werden

Amrehn vom Bund Naturschutz rät Familien: "Wälder sollten eher tagsüber besucht werden, da Wildtiere dort abends aktiv sind und verschreckt werden könnten." Und auch Graf vom Gramschatzer Wald sagt: "Ich freue mich immer, wenn ich Familien im Wald sehe, einige Regeln sollten aber beachtet werden." So müssten auch dort Abstands-Regeln befolgt werden und Pfade sollten nach Möglichkeit nicht verlassen werden. Das Wichtigste aber sei: "Die schönste Jahreszeit im Wald liegt jetzt vor uns. Da kann man Corona dann auch mal vergessen."

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