Würzburg

Warum die Würzburger Filminitiative jetzt um Hilfe ruft

Sie wurde vor 46 Jahren gegründet, organisiert das Filmwochenende und hat schon einige schwierige Phasen überstanden. Doch jetzt stößt die Filminitiative an klare Grenzen.
Das Central-Kino auf dem Bürgerbräu-Gelände war im Januar eine Spielstätte des Internationalen Filmwochenendes. 
Foto: Silvia Gralla | Das Central-Kino auf dem Bürgerbräu-Gelände war im Januar eine Spielstätte des Internationalen Filmwochenendes. 

Ende Januar fand das Internationale Filmwochenende Würzburg zum mittlerweile 46. Mal statt – bereits da aufgrund der Erkrankung von zwei Mitgliedern der Filminitiative nur in reduzierter Form. "Unsere Arbeit ist von Beginn an und bis heute ehrenamtlich. In diesem Jahr ist uns bewusst geworden, dass wir das Festival so nicht mehr durchziehen können", berichtete Thomas Schulz, der Vorsitzende der Filminitiative, im Kulturbeirat.

Schwierige Zeiten überstanden

Die 1974 nach dem ersten Festival gegründete Filminitiative hat schon schwierige Phasen überstanden, zum Beispiel nach der Schließung des Corso und dem zwischenzeitlichen Umzug ins CinemaxX vor zehn Jahren. Gezeigt werden seit 46 Jahren Filme unterschiedlicher Genres, die das Publikum zum Großteil im regulären Kinobetrieb nicht zu sehen bekommt – auch nicht im Central-Programmkino, das seit 2013 die Hauptspielstätte des zweitältesten bayerischen Filmfestivals ist.

Nach dem Central-Umzug auf das Bürgerbräu-Gelände kamen Vogel Convention Center und Siebold-Museum als Spielstätten dazu, dadurch kam es auch zu der aktuellen Problematik: "Früher konnten wir komplett auf die Infrastruktur der Kinos zurückgreifen. Heute müssen wir uns in provisorischen Kinosälen mit hohem Aufwand um die gesamte Technik kümmern. Das können wir ehrenamtlich nicht mehr stemmen", so Schulz.

Hilferuf an die Stadt

Deshalb gab es Ende Januar die abgespeckte Version des Festivals und jetzt den Hilferuf an die Stadt. Zum Einen möchten die Festival-Macher möglichst langfristig Planungssicherheit bei den städtischen Zuschüssen, die ungefähr ein Fünftel des Gesamtetats ausmachen. Außerdem wünschen sie sich eine feste Stelle für Organisation und Programmplanung, die von der Stadt finanziert werden müsste. "Das muss nicht unbedingt 2021 sein, aber wir brauchen eine Perspektive für die Zukunft", betonte Viviane Bogomil, stellvertretende Vorsitzende der Filminitiative: "Es ist genug Arbeit da für eine volle oder zwei halbe Stellen."

Die Verwaltung könnte die Festival-Macher außerdem bei neuen Verhandlungen mit dem CinemaxX unterstützen: Dort darf die Stadt an vier Tagen pro Jahr vier Kinosäle nutzen. Weil das Großkino die Säle ab 2011 nicht mehr im umsatzstarken Januar zur Verfügung stellen wollte, entschied sich die Filminitiative zwei Jahre später zum Wechsel ins Central, damals noch in der ehemaligen Mozartschule.

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