Würzburg

Weinstube Halbleib: Warum die Türen erstmal zu bleiben

Die Weinstube Halbleib in der Kolpingstraße bleibt auch nach dem derzeitigen Lockdown geschlossen. Was der Grund ist und wann sie wieder öffnen wird.
Tim Zentner, seit Januar 2017 Wirt in der Weinstube Halbleib. Jetzt bleibt die Weinstube erstmal geschlossen.
Foto: Herbert Kriener | Tim Zentner, seit Januar 2017 Wirt in der Weinstube Halbleib. Jetzt bleibt die Weinstube erstmal geschlossen.

Sie ist eine der altbekannten Adressen in der Würzburger Gastronomie: Die Weinstube Halbleib in der Kolpingstraße mit ihren bei vielen Würzburgern beliebten Hähnchen auf der Karte, dessen Rezept aus den 1960er Jahren den Nachfolgewirten nur unter dem Gelöbnis strengster Geheimhaltung verraten wird. Auch ihr Wirt Tim Zentner, der den Betrieb im Januar 2017 übernommen hatte, musste coronabedingt am 1. November schließen. Was die Weinstube von anderen Gastronomiebetrieben unterscheidet: Sie wird nach dem 30. November vorerst nicht mehr öffnen.

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"Wir haben das Problem, dass hier innen alles in Nischen eingebaut ist."
Tim Zentner, Halbleib-Wirt

Wie lange die Weinstube geschlossen bleibt, hänge von Corona und vom Wetter ab, erklärt Zentner. "Herr Halbleib als Verpächter möchte schon, dass sie wieder öffnet, im Sommer oder wenn Corona vorbei ist", fährt er fort. Das Winterhalbjahr bleibe aber geschlossen. "Wir haben das Problem, dass hier innen alles in Nischen eingebaut ist, wir können nichts verschieben, um Abstände zu vergrößern und auch nichts mit Glasplatten als Schutz machen", weiß Zentner.  "Das heißt, wir bekommen weniger als die Hälfte der sonst üblichen Gäste unter", sagt er. Und das rechne sich eben nicht.

"Es wird auf keinen Fall für immer geschlossen werden"

"Es wird auf keinen Fall für immer geschlossen werden", versichert er.  Draußen im Hof sei genug Platz, sodass im Sommer voraussichtlich wieder geöffnet werde. "Ob ich dann noch dabei bin, weiß ich nicht, ich muss ja auch sehen, wie ich bis April überlebe." Zentner verdeutlicht, dass er Kinder habe und man seit April in der Gastronomie nicht viel Geld habe verdienen können. "Aber Pläne habe ich noch keine. Wir müssen mal schauen", sagt er.

"Herr Halbleib war mir auch mit der Pacht entgegengekommen, wir haben wirklich zusammen gekämpft und gerechnet", sagt Zentner. Daran liege es nicht. "Aber wenn man, um auf eine schwarze Null zu kommen, 40 Gäste braucht, und es passen nur 25 rein, dann macht es auf Dauer keinen Sinn", rechnet er vor. 

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